Neue Pläne: Zeit für Veränderungen bei hey woman!

Collage / ©Franziska Steinle

hey woman! bewegt sich auf neuen Pfaden: Zum 31. Juli wollen wir unserer rasanten, digitalen Welt vorerst etwas an Geschwindigkeit nehmen

 

Huch, werdet ihr denken – so eine ähnliche Ankündigung hat es ja schon zu Jahresbeginn gegeben. Und ja: Schon wieder verändert sich etwas, in diesem Fall etwas schneller als gedacht. Bis Jahresende, so war der Plan, sollte unser Projekt, das nun schon drei Jahre alt ist, weiter reifen in den Bahnen, die dafür vorgesehen waren. Doch das Yoga Retreat kam dazwischen und vielleicht auch der süße Walter, sodass wir uns entschieden haben, unser Büro zum 31. Juli aufzulösen. So sehr man sich diesen Ort gewünscht hatte, er brachte eben auch eine Menge Verantwortung mit sich, die in der momentanen Lage vielleicht gleichzeitig zu viel Stillstand bedeutet hat. Doch persönlich entwickelt man sich weiter, und die Branche eben auch.

Zuletzt hat mich die Datenschutzverordnung beschäftigt, parallel zur Kennzeichnungspflicht von Kooperationen für digitale Publisher. Gerade in Deutschland wird das Thema so streng gehandhabt und der Verbraucherschutz (der Kinderschokolade an der Supermarktkasse erlaubt, aber Influencern vorschreiben möchte, dass man den freiwillig folgenden Leser über die Gefahren des Kommerz informiert) hat eine befremdliche Haltung, die mich schlichtweg verwirrt.

hey woman! als Webseite wird in einen kleinen Dornröschenschlaf fallen, der täglich produzierte Content etwas weniger werden. Auf lange Sicht, nach einer kurzen Kreativpause, werden sicherlich Themen wie Nachhaltigkeit, Biohacking, ganzheitliche Medizin und Sport etwas mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommen. Die Verbindung von Marken und einer tollen Zielgruppe, die wir täglich ansprechen, bleibt weiterhin eine große Passion und wird ein Bestandteil des neuen Set Ups von hey woman! bleiben. Darüber hinaus steht in den nächsten Monaten ein großes neues Projekt für mich an, dazu an anderer Stelle mehr.

Am Ende dreht sich in der Tat viel um die Frage: Wie möchte ich heutzutage arbeiten? Und: Was bedeutet Freiheit für mich? Und es ist auch kein Geheimnis, dass ich persönlich immer etwas unter der Sinnlosigkeit des Contents oder des Angebots allgemein im Netz gelitten habe, in Zeiten, in denen Clickbait Realität ist und Fotos von Celebrities auf Instagram selbst bei hey woman! besser funktionieren als ein sorgfältig recherchiertes Thema, das noch nicht überall zu sehen war.

Seid also nicht traurig, wenn wir wieder die Veränderung zelebrieren. Das Unternehmertum ist in erster Linie irgendwie auch immer ein unvorhersehbares Abenteuer, das dem Chef im “Driver’s Seat” permanent abverlangt, in dynamischen Zeiten immer die bestmögliche Entscheidung zu treffen. Und here we go: Es folgt die leichte und flexible Version einer Plattform, die dann publiziert, wenn es tolle Themen gibt und sich vom Druck des täglichen “Abliefernmüssens” befreit, um am Ende wieder das zu sein, was eigentlich am schönsten ist: authentisch, ehrlich, bereichernd.

Updates und Infos von hey woman! gibt es regelmäßig via Instagram @heywomancom

Julia hat 2007 einen der ersten Modeblogs in Deutschland mitgegründet und als Consultant für Digitale Strategien gearbeitet, nachdem 2010 ihr erstes Buch erschienen ist. Nach vier ereignisreichen Jahren bei Condé Nast, in denen sie hauptsächlich für den digitalen Bereich der deutschen Vogue verantwortlich war, entschloss sie sich, ihr eigenes Online Magazin zu gründen, gemeinsam mit der Partnerin ihrer Träume – mit Veronika Heilbrunner. Julia lebt und arbeitet in Berlin und liest gerne Bücher.

Updates über ihre beruflichen nächsten Schritte gibt es via https://www.linkedin.com/in/juliaknolle/