Label to Watch: The Acey

The Acey ist eine vielversprechende Destination für alle, die nachhaltige und stilvolle Mode suchen. Vor knapp einem Jahr launchte der Online-Retailer sein In-House-Label

Ursprünglich als Online-Shop gegründet, hat sich The Acey im Herbst vergangenen Jahres selbst zum Modelabel gewandelt. Regelmäßig werden seitdem kleine Capsule Kollektionen kreiert. Die aktuelle (zweite) Linie besteht aus einem rosa Volant-Kleid, einem schwarzen Wickelkleid, einem beigen Kleid mit Trompetenärmeln sowie einem orangefarbenen Wrap-Shirt – allesamt Teile, die gemäß des Leitmotivs “Style with Purpose” designt und hergestellt wurden. The Acey unterscheidet sich nämlich insofern von vielen anderen Online-Retailern mit eigenem In-House-Label, dass die britische Marke Wert auf faire Arbeitsbedingungen sowie die Verwendung von nachhaltigen Materialien legt – und diese Aspekte mit Ästhetik und aktuellen Modetrends vereinen möchte. Denn genau das vermisste CEO Holly Allenby in der digitalen Welt, als sie den Shop 2014 ins Leben rief: “gute” Kleidungsstücke, die auch gut aussehen. Die Idee zu The Acey ist quasi aus einem persönlichen Bedürfnis heraus entstanden. “Ich wollte gern nachhaltiger einkaufen, konnte aber keinen Store finden, der ethisch korrekte und umweltfreundliche Kleidung anbot, die mit Blick auf einen modischen Stil in irgendeiner Art und Weise relevant war. Es fehlte einfach ein Ort mit einer sorgfältig getroffenen Auswahl an zeitgenössischen und achtsamen Marken”, erinnert sie sich.

Aktuell führt der Online-Shop (neben der eigenen Kollektion natürlich) Brands wie Sunad, Justine Tabak und Oshadi. Wer auf der Suche nach kleinen, überraschenden und fair produzierten Neuentdeckungen ist, wird hier definitiv fündig. Besonders hilfreich ist dabei die Kurzbeschreibung zu jeder Marke: Wie und wo sie herkommt, wie sie bei der Produktion vorgeht und woraus das jeweilige Kleidungsstücke gefertigt wurde. Ein neues Label wird erst in das Portfolio aufgenommen, nachdem ein Blick auf alle Aspekte seiner Lieferkette geworfen wurde. Diese besser nachvollziehen zu können, sei unter anderem auch ein Grund dafür gewesen, das In-House Label zu gründen, erzählt Holly Allenby. Sie selbst hat während ihrer Zeit als Marketing Managerin beim sozial engagierten Schuhlabel Toms angefangen, sich für nachhaltige Mode zu interessieren und einen genaueren Blick auf ihre Garderobe zu werfen.

Für die eigene Kollektion hat sie sich vor allem von Kundinnen, “Acey-Women”, wie sie sie nennt, und deren Bedürfnissen inspirieren lassen. Die Kleidungsstücke bestehen zu 100 Prozent aus Leinen oder Tencel und wurden in einer kleinen Fabrik ganz in der Nähe des eigenen Studios im Osten Londons von sieben Schneiderinnen gefertigt. Die nächste Capsule Kollektion für den Winter wird im September gelauncht.

Weitere Infos zu The Acey selbst und zur In-House-Kollektionen gibt es auf der Webseite hier sowie auf Instagram (@the_acey) hier.

Sophia ist 2015 nach Berlin gezogen, um Modejournalismus und Medienkommunikation zu studieren. Schon vorher hat sie als Redakteurin und freie Journalistin für Zeitungen und verschiedene Magazine gearbeitet. Angekommen in der Hauptstadt, schrieb sie Branded Content Texte für Blogs und zuletzt Artikel für das Stil-Ressort des Tagesspiegels.
Das Interesse an Mode, aber auch ihre liebsten Kleidungsstücke, hat Sophia von ihrer Oma – ihre Vorliebe für die Nordsee und Wochenendausflüge von ihrer Mutter. Und so ist sie, egal wo, immer auf der Suche nach den schönsten Vintage-Teilen und dem besten Banana Bread der Stadt.