Miu Miu Women’s Tales #11: „Seed“

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Miu Miu, das ist Miuccia Pradas Herzensangelegenheit! Nach zwanzigjährigem Bestehen der Brand wurde 2013 die Reihe „Women’s Tales“ ins Leben gerufen, deren Konzept so simpel wie brilliant ist: Kurzfilme mit dem Fokus Mode, gedreht von Frauen für Frauen.

Dabei stellte man sicher nur die Besten einzuspannen und die eindrucksvolle Teilnehmerliste umfasst talentierte Regisseurinnen wie Miranda July, Ava DuVernay, Zoe Cassavetes und die Mutter der Nouvelle Vague, Agnes Varda.

Noch immer gilt die Filmszene als Männerdomäne, weshalb die Idee ausschließlich weibliche Filmschaffende zu engagieren, nicht nur ein Meilenstein ist, sondern auch eine erfrischende Abwechslung. Denn jeder der Clips stellt den weiblichen Blickwinkel in den Fokus: die Kamera schleicht langsam um die Protagonistinnen, lässt ihnen Raum und wirkt dabei niemals stumpf oder aufdringlich. Die Charaktere, gespielt von Schauspielerinnen und Models, verkörpern starke Frauen in all ihren Widersprüchen, sowohl ihre Freuden und Wünsche, als auch ihre Ängste und Sehnsüchte.

Und natürlich lassen die Filme von Miu Miu feminine Signatur nicht missen. Im Zentrum immer, die Frauen und die Kleider, die sie tragen. Obwohl sie nicht die Erzählung dominieren, sind die verspielten Outfits allgegenwärtig und unterstützen die weibliche Selbstentfaltung. Es sind kleine Autorenfilme die zum Nachdenken anregen und uns auch visuell in ihren Bann ziehen. Jeder Einzelne von ihnen feiert die moderne Weiblichkeit in all ihren Facetten.

Der neuste, elfte Kurzfilm der Reihe von der japanischen Regisseurin Naomi Kawase, wurde am Dienstag auf der New York Fashion Week präsentiert. In „Seed“ wird dem hektischen Großstadtleben die tiefe Ruhe einer japanischen Landschaft entgegengestellt. Der Titel deutet auf Erneuerung hin und im Teaser sehen wir eine burschikose junge Frau, die ausgelassen tanzt, ganz als wolle sie sich von allen Altlasten befreien. Ihre Kleidung wirkt dabei wie die Triebfeder, die sie zur Selbstfindung veranlasst. Kawases metaphorisches Kunstwerk ist mit einem verträumten Soundtrack unterlegt, der das atmosphärische Spektakel perfekt macht.