Jahreshoroskop 2018

©Collage / Valentina von Klencke

Alexandra Kruse weiß, was das Universum für uns bereithält! Im Horoskop für 2018 widmet sie sich jedem einzelnen Sternzeichen

Das Mantra für das neue Jahr lautet: „Liebe ist alles. Ohne Liebe ist Nichts“ (sagt auch der kleine Zettel am Yogi Tee!). Der Anfang von Allem, quasi der Urknall und der goldene Schlüssel, sind Dankbarkeit, Demut und die tiefe Liebe zu uns selbst und dem Leben an sich. Denn nur in dem Maß, in dem wir uns selber lieben, können wir auch andere lieben und geliebt werden. Was nach Instagram friendly Kalenderspruch klingt, ist anstrengender, als man denkt. Selbstliebe, so richtig, ist nämlich ein bisschen mehr als eine 200 Euro FacemaskDuftkerze oder ein Bubblebath. Es ist die Kraft, immer wieder aufzustehen, so wie es uns die Sonne jeden Tag vormacht. Wer sich also wirklich mit sich selbst versöhnt, mit einem wohlwollenden Auge auf sich schaut und die Achterbahn seiner Gedanken und das Karussell seiner Gefühle als das anschaut, was es ist – ein ewiger Jahrmarkt –, der lässt zu, dass Ruhe einkehrt, weil die Kirmes – das liegt in ihrer Natur – einfach weiterzieht. Frieden beginnt in jedem einzelnen von uns. Ich weiß, das ist die Masterklasse, hohe Schule und Lebenskunst, und schlicht nicht möglich, da wir Menschen sind und eben nur Teilzeit-Göttinnen.

Fünf Eklipsen, 13 Vollmonde (der erste, im Emo-Zeichen Krebs gleich am ersten Tag des neuen Jahres) und drei Runden rückläufigen Merkur: Ein kraftvolles Jahr, das unter der Regie von Zauberin Venus steht, erwartet uns. Venus, das ist das weibliche Prinzip. Grande Emozione. The female Rise ist absolut kein Gerücht mehr. Ob laut mit “Pussy Hat” oder leise in Chanel Ballerinas. Jede von uns hat eine Stimme, die jetzt gehört werden will. Das weibliche Prinzip nimmt immer mehr Raum ein. Man kann es quasi nicht mehr überhören – watch out, ihr Harveys und Terrys und Donalds – #metoo war erst der Anfang.

Als weibliche Wesen ist es unsere Aufgabe, als möglichst leuchtendes Beispiel voranzugehen. Die eigenen Bedürfnisse endlich in den Vordergrund zu stellen, hat nichts mit Egoismus zu tun. All das, was wir außen suchen, ist – surprise – in uns selbst zu finden. Also raus aus dem Mangeldenken, rein in die Fülle. Der nagende Zweifel darf sich ein Ticket an den Nordpol buchen und dort vor sich hinschmelzen. Die ewige Angst, nicht gut genug zu sein, bucht ein One-Way-Ticket nach Bali und besucht die kochenden Vulkane. Apropos Vulkane, im chinesischen Horoskop erwartet und das Jahr des Hundes, oder wohl eher das Jahr einer unangepassten Hündin, die heute hier, morgen dort macht, was ihr passt. Sie ist alles andere als ein Schoßhündchen und erst recht kein Chihuahua, auch wenn wir diese wegen ihrer Verwandtschaft zu Einhörnern und Paris Hilton lieben. Verlässlichkeit, Loyalität und Treue bekommen einen neuen Stellenwert. Es geht um Stabilität durch Disziplin, darum, am roten Faden festzuhalten und Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.

Mid 19th Century Solar System Illustrations by Asa Smith
©Mid 19th Century Solar System Illustrations by Asa Smith

 

Saturn, der für Struktur und Ordnung sorgt, ist zu Besuch im Steinbock und damit quasi zuhause, was das ganze nicht einfacher, sondern eher strenger macht – die Rede ist von klassischer, männlicher Energie (Banken, Steuern, …). Saturn ist ein bisschen wie der Mathelehrer, der heimlich doch ein super Typ ist, es darf einfach niemand merken. Das Gute: Wenn man es weiß, kann man damit umgehen.

Am 15. Mai wechselt Technologie-Planet Uranus in den erdigen Stier und beendet damit einen Sieben-Jahres-Zyklus im Widder – Zeit für ein paar Erfindungen, die zum Beispiel der globalen Hungerkrise ein Ende setzen könnten. Viele Dinge in unserem Leben lassen sich stabilisieren. Fleiß und langjährige Mühen zahlen sich aus und im geschäftlichen Bereich werden tragfähige Partnerschaften geschlossen. Jupiter ist noch bis Anfang November im sexy Skorpion, eine Art deep dive, was die ganz großen Themen und unser Glück angeht. Zuletzt war das 2005/2006 der Fall (es lohnt sich ein Rückblick): schlechte Zeiten für Risiken und unbedachte Schnellschüsse. Lieber gleich raus mit großen Geheimnissen!

Die Zeiten der Konkurrenz machen Kooperationen Platz, es geht um ein neues Miteinander. Verbundenheit, Balance, Glück und Gesundheit sind die goldene Währung der neuen Zeit und der wahre Luxus. Wir entdecken die Liebe zu Mutter Erde neu und erkennen endlich unseren Planeten als einen heiligen Ort an. Durch Vernetzung entsteht ein dichtes Gewebe aus echten Herzensverbindung – zwischen Völkern, Parteien – und über Grenzen hinaus, unsere eigenen und die, die von Ländern festgelegt werden. Die Welle der Liebe macht vor niemandem Halt. Singles sind nun mehr als in anderen Jahren bereit, sich festzulegen und eine Bindung einzugehen. Es ist ein gutes Jahr, um zu heiraten, oder um einen zweiten Mann zu suchen, so wie Tilda Swinton.

Numerologisch betrachtet ist das Jahr eine 2+0+1+8 = 11; 1+1 = 2. Auch hier ist ganz klar: Es geht darum, Qualitäten zu verbinden, zwischen persönlicher Freiheit und echter Partnerschaft, Individualität und commitment – das alte Spiel, neu serviert, denn die Zeit der Kompromisse ist finally OVER.

Immer schön daran denken: Ein Horoskop ist nicht mehr und nicht weniger als eine Karte, die einen möglichen Weg zeigt. Die Reisenden sind und bleiben wir selbst. Möge der Himmel mit uns sein.

Widder – die Magierin mit Hörnern, die kommt, sieht und siegt

Sonne im Widder: 20. März bis 19. April 2018

Neumond im Widder: 15. April 2018

Vollmond im Widder: 24. September 2018

Der Schwerpunkt im Jahr 2018: Karriere, Status und der richtige Einsatz für zwei starke Hörner. Es ist eine Art Übungsjahr, das auf noch größere Dinge als bisher vorbereitet. Seit dem 20. Dezember ist Saturn, der Herr des Karmas, in das Haus des Lernens und der Reise eingezogen – nicht wundern, wenn es gleich eher streng und mit roten Tüchern losgeht. Wer bisher in den seichten Gewässern des Dienstes nach Vorschrift schwamm, sollte sich nicht wundern, wenn jemand den Stecker zieht – natürlich nur, um dem eigentlichen Sinn der Sache Platz zu machen, endlich selbstständig zu sein, die Karriereleiter hinaufzusteigen und seine Pläne zu verwirklichen. Saturn ist im Steinbock, noch so ein Hörnertier: Da könnte es das eine oder andere Kämpflein geben. Seine klassischen Werte wie Disziplin, Ausdauer und Fleiß können jedenfalls nicht schaden. Auch wenn es L.A.N.G.W.E.I.L.I.G und spießig klingt: Der steinige Weg wird sich lohnen und 2018 kann großen Erfolg und wohlverdiente Anerkennung bringen. Das gilt übrigens auch für Bootcamps, Marathons und andere sportliche Herausforderungen. Der kosmische Gigant Jupiter sorgt jedenfalls für einen easy cashflow und dafür, dass das „law of attraction“ auch in goldener Münze auszahlt.

Ich weiß, Pionierin zu sein (als Widder geht man im Tierkreis voran …), ist nicht immer Zuckerwatte. Am besten man lernt von Frauen, die schon vor gegangen sind und liest Biografien. Ansonsten sei alles angeraten, was der direkten oder indirekten Selbstfindung dient. Ein Skorpion im achten Haus, dem Haus, in dem aus dem ICH eine WIR wird, verspricht sexy times, in welcher Form auch immer (did somebody say „orgasmic meditation?! Om!). Und: Es sieht so aus, als würde ein commitment klopfen, ob in Form eines Windhündchens, einer Heirat oder eines Jobs in Südostasien – die Kunst liegt darin, sich trotz Bindung die Freiheit zu erhalten. Best News: Ab 15. Mai zieht der Planet der unvorhergesehenen Dinge, der Authentizität und des individuellen Ausdrucks, der die letzen SIEBEN Jahre im Widder stand, ein Häuschen weiter und kommt erst 2094 wieder. Das heißt: durchatmen. Und sich nochmal überlegen, was vor sieben Jahren anders war. Vermutlich ALLES. Nicht vergessen: You are SO ready!

Stier – der schöne Schmetterling, den die Liebe lockt

Sonne im Stier: 19. April bis 20. Mai 2018

Neumond im Stier: 15. Mai 2018

Vollmond im Stier: 24. Oktober 2018

Es kommt anders, als man denkt. Der Prozess, der von der Raupe zum Schmetterling über den Kokon führt (man denke an das Kinderbuch “Die kleine Raupe Nimmersatt“) heißt Metamorphose und ist wohl das schönste Bild für eine Transformation. Auf die Frage, wie es geht, darf man als Stier 2018 ruhig antworten: „Wie einer Raupe, die zum Schmetterling wird“. Damit dürfte alles klar sein: Die Einsamkeit der Verpuppung, der Schmerz der neuen Flügel und die Gefräßigkeit dazwischen sind gemeint. Jede Phase des Prozesses hat ihre ganz eigene Schönheit und ist von außen nicht immer nachvollziehbar. Macht nichts, immerhin geht es hier um die klassische Idee der  „besseren Menschwerdung“, und solche intensiven Verwandlungen seiner Seele macht man nicht jedes Jahr. Die gute Nachricht: Nach strengen Saturnjahren kommen dieses Jahr nun wirklich die Flügel. Wie der Phönix, der aus seiner eigenen Asche aufersteht. Der Pionier-Planet Uranus kommt am Neumond im Stier zum ersten Mal seit 77 Jahren Mitte Mai vorbei und hat jede Menge Neues dabei. Ich weiß, der Stier hat große Veränderungen nicht unbedingt gerne, aber in diesem Jahr führt absolut kein Weg daran vorbei. The Wind of Change is blowing STRONG und kann für spontane Umzüge ans andere Ende der Welt, die plötzliche Kündigung des angeblichen Traumjobs oder sonstige, spontane Manöver sorgen.

Jupiter im Skorpion, quasi genau gegenüber im Tierkreis, bringt auch noch ein paar neue Ideen zum Thema Liebe ins Spiel. Es kann sein, das Mr. Right so ganz anders als erwartet daherkommt, und man plötzlich einen heiratet, den man eben noch so ganz unmöglich fand. Und wer sagt das „Concious Uncoupeling” nur etwas für Gwyneth ist?!? Jupiter sorgt vor allem mit Uranus als Freiheitsbringer dafür, dass Beziehungen, die einfach nicht (mehr) passen, sich ganz sanft verabschieden dürfen oder sich in etwas Neues verwandeln. Der Saturn, der die letzten drei Jahre im Haus der Partnerschaften gequengelt hat, ist jedenfalls weitergezogen – es sollte alles etwas leichter und lichter werden. Die beiden Eklipsen fallen zusätzlich in das Karrierehaus und können für ganz neue, berufliche Chancen und eventuell sogar für eine ganz neue Richtung sorgen. Nur Mut! „Lehren, was du lernen willst und zu lernen, was du lehren willst“ könnte dein Motto sein. Irgendetwas, das Spaß macht, eine neue Sprache zum Beispiel. Am besten vor Ort.

Zwillinge – auf dem Weg zu höheren Natur, in spitzen Stiefeletten

Sonne im Zwilling: 20. Mai bis 21 Juni 2018

Neumond im Zwilling: 13. Juni 2018

Vollmond im Zwilling: 23. November 2018

Steady as she goes  – die letzten Jahre waren schon eine Saturn-Prüfung, wichtige Beziehungen neu zu bewerten. Jetzt ist eine Zeit, wie frühmorgens auf einer Party, Konfetti auf dem Boden, der Champagner ist zwar leer, aber die Sonne geht auf: Alles strahlt im herrlichen Ton des neuen Tages. Saturn kennt man auch als den Richter, den Lehrer des schwierigen Weges – mit Saturn im Haus heißt es, den Tag von der Nacht zu unterscheiden, mehr Klarheit zu bekommen und zu lernen, aus tiefstem Herzen „Auf Wiedersehen“ zu sagen, zu wissen, dass nichts, was füreinander bestimmt ist, sich jemals trennen wird. Prioritäten werden sich verschieben, Oberflächlichkeiten zur Nebensache.  Jeden Tag das gleiche, jemand, der in Jogginghose verkrumpelt ins Bad schleicht – nicht für den fantasievollen Zwilling: Der will mehr. Mehr action, mehr commitment und more showing up. Wo ist die Sehnsucht, wo ist die Autonomie?

Frischer Wind! Im Jahr 2018 geht es um ein Eintauchen in die wahre Natur, no more bullshit times – loslassen, um loszulassen, was nicht mehr lebendig und/oder stimmig ist. Das gilt auch für überzählige Handtaschen, irgendwo muss man ja anfangen. Das Gute: Die Lektionen zum Thema Liebe werden leidenschaftlich ausfallen. Mamma Mia! Einfach nicht zu busy werden. Eine gute Zeit, um zu seine Schatten anzuschauen, zu lernen, was es zu lernen gibt. Ein glücklicher Jupiter im Skorpion im sechsten Haus sorgt nämlich bis November für ungewohnte Fleißigkeit und Organisations-skills rund um Job, Routine und  Gesundheit. Also, keine Dates wegen Treadmills verpassen. Raus an die frische Luft! Denn sobald der Jupiter im Zeichen gegenüber, dem Schützen, steht, geht es Schubkarren-mäßig nach vorne bis hinein in 2019. Bis dahin, Gutes essen, gesund bleiben und sich die Dinge notieren lassen, es ist alles auf dem richtigen Weg. Auch wenn man heute das Morgen noch nicht sieht. Die beste Versicherung auf diesem Weg sind übrigens Freude, die wissen, wie man im Morgengrauen aussieht.

Krebs – Königin der Herzen auf Liebes-Trip

Sonne im Krebs: 21. Juni bis 22. Juli

Neumond im Krebs: 12. Juli 2018

Vollmond im Krebs: 1. Januar und 22. Dezember 2018

Das nächste Jahr wird ein Doppel Whopper. Mit Käse. Gleich zwei Vollmonde in einem Jahr sind so etwas wie die Kirsche auf dem Eisbecher. Auch ein günstiger Jupiter bis in den Herbst hinein lässt einen Einhornsternenfunkelregen versprechen. Gleich nach dem ersten Vollmond im  Krebs vereinen sich unglaubliche sechs Planeten im Liebessektor, eine Art Sechser im Lotto. Der 17. Januar ist definitiv für LIEBE gemacht! Jupiter betritt das Haus der Liebe, des Glücks, der Kinder und der Kreativität. Voulez-vous? Diese Frage ist 2018 definitiv ernstzunehmen. Wer seine Bedürfnisse nicht klar ausspricht, der wird im Panzer (allein) bleiben, nur um sein überdimensional großes Herz und seine sensible Seele zu schützen, das wäre doch schade. Als Kind des Mondes spürt man Leidenschaft einfach anders, nicht so direkt, dank dickem rosa Krebspanzer. Der wird definitiv dünner und lässt aus fühlen spüren werden, in dem wir beginnen, unseren Partner so zu behandeln, wie wir uns selbst behandeln. Die Garderobe für den Panzer ist ein Mensch, der versteht, was man zwischen dem ganzen wässrigen Geblubber sagt, und hinter die tränenreiche Fassade aus Selbstmitleid und Drama guckt, ohne dabei selbst das Temperament zu verlieren.

Pluto, der Planet der Veränderung, sorgt für zusätzliche Bewegung und verkündet nicht mehr und nicht weniger als einen Honeymoon. Im Juni kommt noch Venus in den Krebs und dann könnte man wirklich Hochzeitsglocken hören. Wobei wir hier schon lange nicht mehr von „Junge trifft Mädchen, kauft Golden Retriever, kriegt drei Kinder, zieht in ein Reihenhaus“ sprechen. Es ist mehr als ein Konzept, 2018 zu heiraten – sei es nur das eigene Glück. Bräute, die zu sich selbst “Ja” sagen, sind definitiv die heißesten. Da ist es auch nicht mehr schlimm, wenn der Ring nicht von Tiffany & Co. ist. Seien wir ehrlich: Es ist kein Stein mehr auf dem anderen, jede zweite Ehe wir geschieden und niemand möchte mehr den Instagram-Account des anderen auf rätselhafte DMs checken. Freiwillig, Lust orientiert und auf Augenhöhe, so darf es sein. Immerhin ist Saturn für die nächsten drei Jahre im Haus der Beziehungen des Krebs zuhause und prüft, das ist nämlich sein Job. Apropos Job: ausnahmsweise nicht so wichtig, es geht um das Herz der Krabbe.

Löwe – mit Pauken und Trompeten auf dem wilden Weg ins Glück

Sonne im Löwen: 22. Juli bis 23. August 2018

Neumond im Löwen: 11. August 2018

Vollmond im Löwen: 31. Januar 2018

Kamera ready? Nails done? Besser wäre es. Die Mähne gestriegelt und ab in ein Jahr, das keine Fragen mehr offen lässt. Gleich am 31. Januar gibt es einen Super-Vollmond und eine Eklipse im eigenen Zeichen, so etwas wie ein kosmischer wake-up-call, das heißt Vollgas. Zumal die Eklipsen schon letztes Jahr (inklusive einer mit Sonnenfinsternis) im Löwen waren. Es handelt sich um eine Art Serie, die für mehr oder weniger radikale Veränderungen sorgt – eine Art Seelen-Bootcamp, unter der Regie von Saturn, besagtem strengen Mathelehrer, dessen zweiter Vorname “Disziplin” und der erste “Unangenehm” ist, oder sein könnte, je nachdem, wie fleißig man ist.

Saturn lernt durch Krisen. Jetzt bloß keine Angst, wozu ist man denn Löwe? Die Motivation dahinter, so schwer es auch zu verstehen ist, ist nichts als Liebe. Also, alles neu – es gibt kaum einen Bereich der unberührt ge(blieben) sein dürfte. “Change is the only constant” lautet eines der berühmten Quotes von Yogi Bhajan. Es sich gleich tätowieren zu lassen wäre eventuell etwas zu radikal, aber es in Grün an die weiße Wand zu schreiben, schadet sicher nicht.

So eine Achterbahn gibt es zum Glück nicht oft im Leben, aber wenn sie einmal in Fahrt ist, gibt es kein Halten mehr. Also anschnallen und DURCH. Prioritäten werden sich verschieben, ganze Energiefelder dazu, inklusive der Menschen, die man (neu) anzieht. Das geheime und vermutlich einzige Mittel, das ganze zu überstehen: ein team bilden aus Go-to-Personen, wenn es mal wieder wackelt. Egal, ob es sich dabei um professionelle Go-to-Personen handelt oder felsenfeste Freunde – je besser man organisiert ist, um so einfacher ist es. Es gilt, Körper und Geist bewusst zu pflegen: viel und gut essen, schlafen und einfach mal „Nein, danke” sagen. Neben dem ganzen Wahnsinn gibt sehr gute Sternen-News für das Löwen-Rudel: family affairs und ein schönes Zuhause, am besten in sich selbst, gerne aber auch beach-front in Tulum, stehen unter der Regie von Jupiter, der alles expandiert, gerne darüber philosophiert und keine Angst vor dem übersinnlichen hat. Also, Augen auf für Eigenheime, Bugaboos und Kurse zur Selbstfindung.

Jungfrau – der ewigen Kritikerin geht ein Licht auf

Sonne in der Jungfrau: 23. August bis 23. September 2018

Neumond in der Jungfrau: 9. September 2018

Vollmond in der Jungfrau: 1. März 2018

Saturn, der Herr über Karma und connection hängt die nächsten drei Jahre im Haus der Romantik ab und sorgt dafür, dass repariert wird, was repariert werden muss. Kritische Gemüter könnten noch ein wenig kritischer werden, man stellt seine wohl gehegten Gefühle noch einmal auf die Goldwaage und  überprüft. Und überprüft wird, weil alle rationalen Überlegungen eben nur rational waren. Es sei denn, man erkennt, dass Menschen nur Menschen sind und als solche ihr Menschenmöglichstes tun. Oder man wartet noch ein bisschen bis das Silicon Valley endlich den perfekten Roboter-Mann vorstellt, das geht natürlich auch.

Aber eben, die Sache mit dem kritischen Geist. Der vielzitierte Buddha sagte es gut: „Wir sind geprägt von unseren Gedanken, wir werden zu dem, was wir denken” – und zwar mit einem intellektuellen Jupiter, der bis in den November im dritten Haus wohnt, dem Haus der Kommunikation, der sozialen Kontakte, der geordneten und frisierten Gedanken und des Talents, diese mit der Welt zu teilen. Es ist höchste Zeit, sich nicht allzu sehr in Konzepten, Kritiken und Kontexten zu verlieren. Am besten man gibt dem Hirn genug Podcasts, positive Playlisten und Affirmation und bringt das metaphysische ins physische – dann werden die inneren Kritiker schweigen. Was auch ihr Umfeld freut. Denn: Das gesprochenen Wort hat mehr Macht als je zuvor und man sollte nicht nur prüfen, was man denkt, sondern einmal mehr auch, was man sagt. Der Jupiter sorgt nämlich auch für Expansion im Haus der platonischen Freundschaft, des Lehrens und der Weitergabe von brillanten Ideen. Dazu kommen unerwartete Kontakte rund um den Globus, bis in andere Sphären hinein. Man kann seinem Jungfrauen-Imperium also ganz entspannt ein gut geplantes rebranding verleihen, seine Botschaft verkünden. Am besten digital – der Tech-Nerd-Planet Uranus wandert für die nächsten acht Jahre im Mai in das neunte Haus, das man zu einer riesigen self-publishing Performance Company transformieren kann, wenn man möchte. Und wenn man dann glücklich und froh ist, darf das Haar auch in der Suppe sein und bleiben. Vor allem, wenn es die eigenen Haare sind. Und bitte nicht das Vergnügen vergessen! Tanzen, lachen, singen – self-expression. You get it.

Waage – gleichmütig und stark auf dem Weg in die Freiheit

Sonne in der Waage: 24. September bis 23. Oktober 2018

Neumond in der Waage: 9.Oktober 2018

Vollmond in der Waage: 31. März 2018

Wahre Vergebung ist eine hohe Kunst und natürlich ist es einfacher, den Groll noch ein bisschen im Schrank zu lassen, darüber zu brüten. Vergebung klingt nach Risiko, die Wahrheit ist, dass ein offeneres Herz nur dann offen bleiben kann, wenn es riskiert, verletzt zu werden. Da gilt die alte Prinzessinnen-Weisheit “Kopf hoch, wenn der Hals auch dreckig ist. Krone richten und aufstehen”. 2018 kann man als Waage so ziemlich alles verzeihen und ins Gleichgewicht bringen – das liegt in der Natur der Waage. Logisch, dass man bei sich selbst beginnen darf. Es wird ein Jahr der Blüte. Alles, was man in den letzen Jahren gezüchtet hat, kommt jetzt zum Vorschein. Viel Arbeit wurde im letzten Jahr verrichtet, Samen wurden gesät und alles ging so schnell, dass man eventuell vergessen hat, sich genug auf die Schulter zu klopfen. Auch hier: Die Kunst des Eigenlobs muss geübt werden.

Um noch einmal das Bild der Prinzessin zu verwendet: Die darf sich dieses Jahr ganz entspannt in eine strahlende Königin verwandeln. So eine Mischung aus Sterntaler mit leuchtendem Talent für alles, was glitzert, funkelt und strahlt, und einer sehr gerechten Herrscherin, die dem Volk zwar wie Marie Antoinette vorschlägt, Kuchen zu essen, aber sich selbst dabei treu bleibt. Was nach Widerspruch klingt, ist keiner. Denn wenn man lernt, für sich zu sorgen, kann man viel einfacher auch für andere sorgen.

Jupiter sorgt jedenfalls für einen Goldsegen und niemand wird fragen, ob es ok war, den Céline-Mantel UND die Tasche zu kaufen. Beides ist einfach da. Selbstvertrauen aber ist der schönste Mantel. Uranus, der immer wieder für Überraschungen, Kritik am eigenen Ich und Unbequemlichkeiten sorgt, zieht im Mai nach sieben (verflixten) Jahren aus dem Partnerschaftshaus und Jupiter wechselt in das Haus des Selbstwertes. Time for commitment und serious self-love! Dabei easy und bei einfachen Routinen bleiben, gerade was die Vitalität und den flow angeht. Und sich genug Zeit für sogenannte „weibliche“ Themen nehmen, den Besuch von “Tante Rosa” etwa, Hormonchecks und alles, was mit Zyklen, Weiblichkeit und dem großen, großen Thema “Mutter“ zu tun hat, dazu rät der strenge Saturn. Mit dem will man wirklich keinen Ärger. Im eigenen Schloss schon gar nicht.

Skorpion – die Hohepriesterin mit blühender Intuition auf Siegeszug

Sonne im Skorpion: 23. Oktober bis 22. November 2018

Neumond im Skorpion: 7. November 2019

Vollmond im Skorpion: 29. April 2018

Ok. Als Skorpion mit all den vorurteilsbehafteten Äußerlichkeiten, dem Stachel etwa, bekommt man es ja quasi ständig ab und das Gift eilt einem voraus. Stimmt auch. Aber nicht immer. Es kann einfach nicht jeder damit umgehen, wenn man als Skorpion die ganz großen Themen zwischen Leben und Sterben mal eben zwischen Smoothie und Chia-Pudding verhandelt. Andere brauchen für die Reise in die Tiefe eben länger. Oder erreichen sie nie – nicht jeder ist eine Meerjungfrau, das Problem hatte schon Arielle. Sie wollte ein Mensch sein und hatte somit schon wieder ein Problem mehr. Am besten bleibt man, was man ist.

2017, und, wenn wir ganz ehrlich sind, auch die Zeit davor waren in vielen Bereichen einfach nichts. Viele Emotionen, finanzieller struggle, wenig Klarheit. Damit ist jetzt Schluss. Es ist in Ordnung, eine Meinung zu vertreten und zu polarisieren. 2018 will be a very lucky year. Das steht natürlich in jedem Horoskop, aber dieses Mal sollte es stimmen. Die Planeten sind dem Skorpion wohlgesinnt und Jupiter, der Planet der Expansion und des ganz großen Glücks ist nach einer zwölfjährige Reise angekommen (wer möchte kann für sich nochmal die Jahre 2006, 1994 und 1982 anschauen). Jupiter bleibt bis zum 8. November. Das ist so etwas wie ein Astro-Jackpot, aber noch lange kein Freifahrtschein. Weil: Ganz so einfach ist es leider nie, wäre zwar schön, aber eben auch langweilig. Glück muss man in die Hand nehmen (in besonders fruchtbaren Fällen sogar AN die Hand, aber das ist ein anderes Thema) und sich auf Expedition begeben – auf der Suche nach dem Unbekannten, dem Dunklen, dahin, wo man als Skorpion zuhause ist. Dort sind die Schätze.

Jupiter im ersten Haus gibt jede Menge Pioniergeist, frische Energie und neuen Spirit, sich auch an die ganz großen Experimente zu wagen. Keine Widerrede jetzt! Intuition ist so etwas wie das Kronjuwel im inneren Schatzkästchen. Man muss lernen, sie als Taschenlampe und als ein großes Geschenk zu betrachten. Und so ist es auch mit Andersartigkeit, daraus resultiert nämlich Einzigartigkeit. Und daraus der Boutique-Gedanke, der sich auch beruflich ganz entspannt umsetzen lässt: Keine ist wie du. Es muss kein Geschäft sein, eher der Gedanke, aus seiner eigenen Person heraus etwas entstehen zu lassen. Smartes self-empowerment. Warum sollte man die Nebenrolle spielen, wenn einem die Sterne die Hauptrolle geben? The time is now! Also, Lampe an, das Abenteuer ruft. Deine Disco braucht dich!

Schütze – die Wendung, die alles ans Licht bringt – und allen Licht bringt

Sonne im Schützen: 22. November bis 21. Dezember

Neumond im Schützen:  7. Dezember 2018

Vollmond im Schützen: 29. Mai 2018

Wir waren alle dabei, als die Leuchttürme, die Schützen eigentlich sind, zwischen Ende 2014 und Ende 2017 immer ein bisschen schwächer funkelten, dann wieder eine Lightshow boten und verschwanden. Nichts für Ungut, aber wir brauchen euer Licht! Das Schlimmste ist vorbei und ganz ehrlich: Mehr als in den letzten drei Jahren kann man nicht wachsen, auch als Leuchtturm nicht. So eine Saturn-Karma-Packung, eine solch spirituelle Supernova bekommt man alle 30 Jahre, eventuell gab es zwischen 1986 und 1989 ähnliche Herausforderungen und Begegnungen. Man kommt meist nicht ganz unbeschadet aus solchen Meisterjahren, hat Federn gelassen, ein paar Narben und Traumata mehr, aber auch eine ganz neue Stärke. Jupiter ist seit Mitte Oktober im Haus des Loslassens, der Mystik und Mysterien – plötzlich kann man sich erinnern, was man schon mal alles konnte. Doch Geduld ist eine Tugend, ganz besonders für feurige Wesen. Jetzt bloß nicht alles an sich reißen! Eine grandiose Selbstüberforderung würde ganz schnell zu erneuter Erschöpfung führen. Die neuen Kräfte wollen gut eingeteilt werden. Als Überlebende des Saturn-Bootcamps sollte man es ganz easy angehen lassen. All diese tiefen Prozesse machen müde, es fühlt sich alles nach tiefem Tempelschlaf an, nach dem Ausprobieren von ungeahnten künstlerischen Talenten, der Umsetzung von tiefen Erkenntnissen.

Vielleicht gibt es dieses Jahr mehr Fragen als Antworten, was auch ok ist. Vielleicht geht alles etwas langsamer als sonst, was auch ok ist. Plus: Ein quengeliger Uranus ist im Gebiet der Gesundheit unterwegs, da möchte man keine Überraschungen erleben. Deswegen ist es ratsam, ein bisschen vorsichtiger als sonst zu sein und Vorsorge zu betreiben – eventuell sogar ein Yoga-Retreat mehr zu buchen, als man denkt, sich gerade leisten zu können. Und überhaupt, dieser ewige Leistungsgedanke – damit ist jetzt Schluss. Wir müssen eigentlich gar nichts. Nur sterben. Das klingt ziemlich bockig für einen Schützen, aber es ist Zeit, von oben zu schauen, klar nach vorn zu blicken und dann seine Pfeile mit Perfektion im richtigen Winkel direkt ins Ziel zu schießen. Mit ruhigen Händen und sanftem Gemüt. Achtsam wieder in die Handlung kommen. Still, sensibel UND stark. Solange, bis das Licht wieder gleichmäßig wird und die richtigen Signale funkt.

Steinbock  – allein und eins mit Allem sein

Sonne im Steinbock: 20. Dezember 2017 bis 19. Januar 2018

Neumond im Steinbock: 16. Januar 2018

Vollmond im Steinbock :  28. Juni 2018

Der Steinbock ist der MacGyver des Tierkreises – er findet für alles und jeden Verwendung. Sein soziales Herz ist groß und schlägt stark und kräftig, oft auch über die eigenen Grenzen hinaus. „So geht es aber nicht!“ sprach der Herr Saturn und hat in den letzten Jahren zum großen Reinemachen gebeten. Lektionen in Demut und im Loslassen sind definitiv leichter, wenn man sie freiwillig angeht. Alles, was der Überprüfung und der Erneuerung standgehalten hat, dürfte auch weiterhin Bestand haben. Das Gute: Saturn und Steinbock sind so etwas wie heimliche beste Freunde. Und seit Saturn für die nächsten drei Jahre eine Art persönlicher no bullshit Trainer im eigenen Haus ist, darf man mit ein paar kleineren Lektionen rechnen, die den Aufstieg erleichtern – wenn man denn ab und zu innehält und die tolle Aussicht genießt und sich zu seinen wahren Wünschen bekennt. Die, von denen man vielleicht selbst noch gar nichts wusste. Zu dem zu stehen, was man sich wünscht, sorgt dafür, dass man auf starken, eigenen und wunderschönen Steinbock-Beinen steht; ganz bei sich zu schauen, was man noch brauchen kann, verarbeiten, überprüfen, was ausgedient hat und was bleiben darf. Mit großer Liebe und vor allem mit Hingabe, eine der schwierigsten Aufgaben für uns Menschen. Wir leben in der  Illusion, dass wir die Kontrolle haben, oder dass wir mit der richtigen Menge an Körnchen und Willenskraft immer alles erreichen können. Das stimmt eben nur bedingt.

Es ist an der Zeit sich auch als zäher Bock um eine angemessene Work-Life-Balance zu kümmern, genug zu essen, auf den Mineralstoff-Haushalt zu schauen und für sich zu sorgen, auch wenn man immer so bedürfnislos tut. Es wäre schade, wenn man am Gipfel ankommt und schlicht zu erschöpft ist, seine Träume zu genießen.

Die nächsten drei Jahre prägen die nächsten Dreißig. Was absurd klingt, ist eine kosmische Wahrheit und je entspannter man ihr begegnet, um so einfacher wird es. Und keine Angst: Niemand ist allein. Wir sind alle eins und man kann lernen, um Hilfe zu bitten. Ein fröhlicher Jupiter hilft zum Beispiel und sorgt dafür, dass man es allem Saturn zum Trotz auch mal easy nehmen darf.

Wassermann – mein neues Ich, oder: me, myself and I

Sonne im Wassermann: 19. Januar bis 18. Februar

Neumond im Wassermann: 15. Februar 2018

Vollmond im Wassermann: 27. Juli 2018

Das Alleinsein und bei sich bleiben, den roten Faden endgültig nicht mehr aus der Hand zu geben, das ist die große Aufgabe für 2018. Es geht um innere Einkehr, sich selbst auf die Schliche zu kommen und darum, bei sich selbst zu Hause zu sein. Saturn bietet die nächsten drei Jahre mehr als eine Gelegenheit, um die Forschung an sich selbst und anderen sehr ernst zu nehmen. Eine Art kosmischer Reality-Check – sachlich, realistisch und unbefangen. Wo fange ich an, wo höre ich auf? Das vermischt sich bei luftigen Wassermännern und -frauen noch viel schneller. Der strenge Saturn erlaubt sogar bed-ins und loose days im Pyjama, solange man seinem kreativen Schaffen und sich selbst näherkommt. Solange man sich an Termine hält. Man könnte über ein Schweigeseminar im Himalaya nachdenken, um die innere Stimme zu hören.

Der zarte Wind der Veränderung und der Duft des Neuen liegen in der Luft, gleichzeitig ist es aber auch Stabilität. 2018 ist für Wassermänner ein bisschen paradox. Es gilt zu lernen, dass eine gewisse Form von commitment auch frei machen kann, einerseits für neue Ziele, die planmäßig erreicht werden wollen, und für Aufgaben, die einfach zu komplex erscheinen. Es werden kaum Bereiche unberührt bleiben und alles dient nur einem, dem höchsten Ziel: zu wachsen und zu gedeihen.

In drei Jahren ist der Saturn dann übrigens im Wassermann, die Meisterklasse ist dann erstmal zu Ende, also jetzt schon mal weg mit allem, was nur unnötig aufhält. Der expansive Jupiter verbringt 13 Monate in Skorpion und ist im zehnten Haus, das für Karriere, Erfolg und der öffentlichen Anerkennung. Er sorgt dafür, dass man in der Hall of Fame auch an Freigeister denkt, man zur richtigen Zeit am richtigen Ort die richtige Hand schüttelt und dazu noch das richtige Kleid trägt und die Haare sitzen, das ist Jupiter, unser Glücksplanet. Ohne eine Gegenleistung zu fordern kommt die Freude zu Tür herein. Damit sie nicht wieder zum Fenster rausfliegt: dankbar sein. Prioritäten zu setzen ist das A und O – statt sich in 27.569 Projekte zu stürzen, lieber auf ein oder zwei konzentrieren. Es geht immerhin um das große Ganze – ein besserer Mensch zu werden.

Fische – rein in das Korallenriff des Lebens, panta rhei!

Sonne im Fisch: 19.02 – 20.03 2018

Neumond im Fisch: 02.03.2018 

Vollmond im Fisch: 26.08.2018 

Das Wasser kann ohne den Fisch leben, aber der Fisch ohne Wasser? Eher schlecht. Zugeben möchte man eigentlich nicht so gerne, dass man nicht nur Luft zum Atmen braucht. Ich weiß. Da ist sie dann auch schon, diese ewige Zerrissenheit, die den Fisch umtreibt. Links? Rechts? Wieso geht nicht beides? Oder gleich nach oben? Das berühmte Kopfkino hat allerdings schon lange nichts mehr besser gemacht. Sich selbst verrückt zu machen, an seinen Fähigkeiten zu zweifeln und nur andere für schimmernde Seepferdchen zu halten ist super last season. Die Sterne sind auch definitiv dafür, alte Zweifel endgültig sinken zu lassen. Der Jupiter steht im Skorpion, auch ein Wasserzeichen. Das macht vieles einfacher und im Idealfall neugierig. Für den Fisch bestrahlt er das neunte Haus des Lernens, der Wissbegierde, des Intellekts und des Globetrotting – also, bitte irgendetwas ganz neues lernen, studieren, erforschen und somit in Gewässern schwimmen, die man noch nicht kennt. Unentdeckte Gefilde. Neue Tempel und Ufer. Unbekannte Küsten, fremde Länder. Schon die alten Philosophen wussten, alles fließt (panta rhei).

Das Leben ist ein Fluss, mal ein wilder, mal ein sanfter. Es geht darum, die Welle zu reiten, neues zu lernen und zu lehren. Es geht allgemein um connection, diesen zauberhaften Moment, der die menschliche Erfahrung so wundervoll und einzigartig macht, es geht darum, längerfristige Perspektiven zu schaffen und diese mit der Welt zu teilen. Auch wenn man lieber noch eine Weile unter dem Radar schwimmen würde …

Saturn, der ewige Lehrer und Herrscher über Karma, ist für die nächsten drei Jahre im elften Haus daheim – der Ausdruck “friends with benefits“ könnte den Nagel auf den Kopf treffen. Auch hier geht es darum, in Verbindung zu treten, um Hilfe zu erfragen und sich auszutauschen, zu schauen, was noch Bestand hat und wo neue Wege begangen werden dürfen. Und noch etwas: Vier von den fünf Eklipsen des Jahre 2018 sind in dem Bereich, in dem es um Gesundheit allgemein geht. Definitiv ein Jahr, um in die eigenen Tiefe zu kommen. Healing, healing, super-healing!

Dieses Horoskop ist am roten Meer, ein paar Stunden nach einem Supermond im Zwilling geboren, inspiriert von der Weisheit der ägyptischen Göttinnen und wurde in Zürich fertiggestellt, kurz vor der heiligen Nacht. Nach bestem Wissen und Gewissen.

Wer möchte, kann Alexandra Kruse gern Feedback geben via magic@alexandrakruse.com oder ihr via Instagram folgen (@_alexandrakruse_)

Alexandra Kruse

Alexandra Kruse, 37, hat Modejournalismus studiert und vor zehn Jahren ihr Herz an “Elle Girl” verloren. Heute arbeitet sie auch als Stylistin, schreibt aber weiterhin mit Leib und Seele. Ihre Arbeit taucht auf riesigen Plakaten auf wie auch in Vogue, Time Magazine und anderen Publikationen. Sie lebt zusammen mit ihrem kleinen Sohn, der wie ein blonder Chinese aussieht, und ihrem Freund, seines Zeichens DJ und Yogalehrer, in der Schweiz. Geboren in einem beschaulichen Dorf in Deutschland, hat Alexandra sich durch diverse Zeitschriften, Warenhäuser und fast jede Bar gearbeitet, ein Vermögen für Schuhe und Handtaschen ausgegeben, um schließlich Liebe, Glück und Licht in Zürich zu finden. Sie glaubt an Einhörner, die Macht der Kristalle und die Magie des Mondes. Und: Sie liebt es, ihre Geschichten zu erzählen – die übrigens vom Universum abgesegnet sind.