Beauty Top 5: Fermentierte Kosmetik

Pflege aus vergorenen Pflanzen und Kräutern? Unbedingt! Beauty Editor Anna hat sich den Trend der fermentierten Kosmetik genauer angesehen

Viele kennen den Begriff Fermentierung vom Essen, genauer von Kombucha, Kimchi und Co.: Durch die Zugabe bestimmter Mikroorganismen wie Bakterien, Hefen oder Pilze werden Lebensmittel bewusst vergoren und so länger haltbar gemacht. Das klingt zugegebenermaßen nicht sehr appetitlich, aber fermentiertes Essen ist extrem gesund. Denn beim Gärungsprozess entstehen zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe und Probiotika, die die Verdauung ins Gleichgewicht bringen und das Immunsystem stärken.

Und was dem Magen gut tut, tut auch der Haut gut. Zum Einen sind Pflegeprodukte mit fermentierten Kräutern, Pflanzen oder Früchten besonders verträglich – schließlich kommen sie ohne chemische Konservierungsstoffe aus. Gleichzeitig müssen die Zutaten nicht ultrahoch erhitzt werden, weshalb ihre Wirksamkeit oft stärker ist als bei herkömmlichen Cremes. Plus: Beim Fermentierungsprozess werden etliche Schöne-Haut-Booster wie Antioxidantien und Aminosäuren freigesetzt. Clever!

Pioniere auf dem Gebiet sind – wie so oft bei Beauty-Innovationen – koreanische Labels wie Whamisa. Inzwischen gibt es aber etliche Marken, die fermentierte Inhaltsstoffe verwenden. Fünf Favoriten für das Rundum-Pflegeprogramm:

1. Die Organic Sea Kelp Facial Sheet Mask von Whamisa

Whamisa

Gesichtsmaske, EUR 14,00 via Biomazing.eu

Tuchmasken sind absolute Klassiker der koreanischen Kosmetik. Diese grüne, gelartige Organic Sea Kelp Facial Sheet Mask von Whamisa besteht aus Seetang, der mit einem Konzentrat aus fermentierten Algen, Aloe Vera, Bambusextrakt und Kamelie getränkt ist. Die natürlichen Inhaltsstoffe spenden bis in die tiefen Hautschichten viel Feuchtigkeit und als ich die Maske nach 15 Minuten abnehme, fühlt sich meine Haut wunderbar prall an.

Ein Tipp: Die Seetang-Maske trägt man am besten, wenn man alleine zu Hause ist. Bei mir war das nicht der Fall und es wurde sofort gewitzelt, ich sehe damit aus wie der Grinch in Gruselschocker-Version. Nun ja, ganz Unrecht hatte die Person damit nicht…

2. Die Phosphorescence Facial Mask von Soapwalla

Soapwalla

Gesichtsmaske mit Phosphoreszenz, EUR 68,00 via Biomazing.eu

Noch eine zweite Maske? Ja, und zwar eine ganz besondere! Diese Bio-Maske ist ebenfalls mit fermentiertem Seetang sowie roten und braunen Algen angereichert, hinzu kommen noch der Pflanzenfarbstoff Chlorophyll sowie Traubenkern- und Lavendelöl, die kleine Entzündungen schnell abheilen lassen. Als meine Haut nach den Food-Exzessen der Feiertage aus der Balance war, hat mir diese Maske gut geholfen.

3. Der Organic Flowers Deep Rich Toner von Whamisa

Whamisa

Gesichtswasser, EUR 39,00 via Biomazing.eu

Man reinigt und cremt täglich das Gesicht, aber ein Toner wird gerne mal vergessen. Dabei ist dieser Zwischenschritt enorm wichtig, um die Haut von den Kalkablagerungen des Leitungswassers zu befreien. Außerdem bereitet ein Toner die Haut optimal auf die anschließenden Produkte vor – ähnlich wie ein Unterlack bei der Maniküre. Und den würde man ja auch nicht auslassen, oder?

Der Organic Flowers Deep Rich Toner fühlt sich im ersten Moment ungewohnt auf der Haut an, da er etwas dickflüssiger und leicht klebrig ist. Mich erinnert die Textur an ein hoch konzentriertes Serum und das macht Sinn: Drin steckt ein feuchtigkeitsspendendes Power-Trio aus fermentiertem Löwenzahn,  Aloe Vera und Arganöl.

4. Das Moonlight Catalyst-Serum von Kypris

Kypris

Serum, EUR 87,00 via Niche Beauty

Das milchige Serum, das man abends pur oder unter der Creme aufträgt, arbeitet mit fermentierten Kürbisenzymen – eine pflanzliche, sanftere Alternative zu Retinol, besser bekannt als Vitamin A, das alte Hautschüppchen effektiv entfernt. Auf die Weise haben die Zellen an der Hautoberfläche weniger Zeit, zu verstopfen und der Teint erscheint schon nach ein paar Nächten sichtbar feinporiger und glatter.

5. Die Reviving Eye Cream von Omorovicza

Omorovicza

Augencreme, EUR 105,00 via Niche Beauty

Mit Augenpflege stand ich lange Zeit auf Kriegsfuß. Entweder war sie mir zu reichhaltig und oder meine empfindliche Haut um die Augen brannte davon schnell und fühlte sich schuppig an. Fündig wurde ich jetzt bei der ungarischen Kultmarke Omorovicza, die auf die heilende Kraft des mineralstoffreichen Thermalwassers aus Budapest setzt.

Grundlage ihrer Reviving Eye Cream ist der so genannte „Hydro Mineral Transference“-Komplex: Per Fermentierung werden die von Natur aus großen molekularen Strukturen der Mineralien neu konfiguriert, damit sie tiefer in die Haut eindringen können. Mehr Pflege geht nicht. Für den Hallo-Wach-Effekt sorgen zusätzlich Gurkenextrakt, Haselnusspeptide und die Heilpflanze Arnika.

Anna Bok ist in Berlin geboren und aufgewachsen. Nach weiteren Stationen in Freiburg und Florenz verschlug es sie 2007 zum Journalistik- und Kunstgeschichtsstudium nach Hamburg, wo sie anschließend als freie Journalistin für verschiedene Magazine, Zeitungen und Onlinemagazine wie Harper's Bazaar, Süddeutsche Zeitung und Blonde gearbeitet hat. Nach knapp zehn Jahren in der Hansestadt ist sie jetzt wieder nach Berlin zurückgekehrt. Wenn Anna nicht gerade neue Beauty-, Mode- oder Reise-Geschichten textet, findet man sie häufig auf ihrer Yogamatte (Empfehlungen für Studios in Berlin are welcome!).