Top 8: Sonnenschutz

©Anna Bok

Beauty Editor Anna Bok verrät ihre Tipps zum sicheren Sonnenbaden und stellt hier ihre Top 8 Produkte zum optimalen Sonnenschutz vor

Wonach riecht der Sommer? Für die einen ist es der Geruch von salziger Meeresluft, für die anderen ist es der von frisch gemähtem Gras oder vom Regen, der jetzt viel intensiver riecht als zu jeder anderen Jahreszeit. Bei mir ist es vor allem der Duft von Sonnencreme, weil er mich sofort in etliche Sommerurlaube zurückversetzt: In die wohl schönste und unbeschwerteste Zeit des Jahres, wenn die Haare vom Salzwasser ganz strubbelig sind und ständig feine Sandkörner zwischen den Zehen kleben.

Aber natürlich sollte man nicht erst an die Sonnencreme denken, wenn die Wetter-App 25 Grad und mehr anzeigt: UV-Schutz ist das ganze Jahr über ein Muss, um der vorzeitigen Hautalterung (…die zu 90 Prozent lichtbedingt ist!) und Hautkrebs vorzubeugen. Getreu dem Motto „Besser spät als nie“ folgen nun – pünktlich zum Hochsommer – ein paar Fakten zum Thema Sonnenschutz, plus meine acht Lieblingsprodukte für euren nächsten Ausflug in den Park oder an den Badesee.

Fakten & Tipps

Sonnenlicht besteht aus sichtbarem, infrarotem und ultraviolettem Licht. Letzteres setzt sich aus UVA- und UVB-Strahlung zusammen – so viel ist den meisten bekannt. Jedoch galten lange Zeit nur die kurzwelligen, sehr aggressiven UVB-Strahlen als schädlich für die Haut. Diese wirken aber nur in der Oberhaut (Hallo, Sonnenbrand!), während die langwelligen UVA-Strahlen tiefer in die Haut eindringen und dort für die vorzeitige Hautalterung sowie Sonnenallergien verantwortlich sind. Deshalb sollte man bei der Sonnencreme unbedingt auf einen Breitbandschutz gegen UVA- und UVB-Strahlen achten.

Und egal wie oft man diesen fleißig nachcremt: Der Lichtschutzfaktor bleibt immer derselbe. Am besten greift man also gleich zu einer Sonnencreme mit höherem Lichtschutzfaktor wie LSF 30 oder gar 50. Diese sollte man im Idealfall schon zu Hause auftragen – als Faustregel gilt eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad. Spätestens alle zwei Stunden muss der Schutz trotzdem erneuert werden, gerade bei den sogenannten „Sonnenterrassen“ wie Nase und Schultern.

Dass man sich nicht zur Mittagszeit in der prallen Sonne aufhalten sollte und auch generell nicht für etliche Stunden am Stück, versteht sich hoffentlich ganz von selbst. Die einst geliebte Grillhähnchen-Zeit aus der Jugend ist ja zum Glück längst Geschichte. Außerdem gut zu wissen: Einen Tag zuvor sollte man die Haut gründlich peelen, damit alte Hautschüppchen entfernt werden. So steht einer gesunden, gleichmäßigen Bräune nichts mehr im Weg.

©Anna Bok

Sonnenschutz fürs Gesicht

Ich habe ewig nach der perfekten Sonnencreme fürs Gesicht gesucht. Die meisten Texturen waren mir zu reichhaltig, ein unschöner Klebefilm auf der Haut quasi vorprogrammiert. Dank Glossier hat die Suche nun endlich ein Ende: Invisible Shield ist ein ultraleichtes Gel mit LSF 35, das in Nullkommanichts einzieht, die Poren nicht verstopft und eine butterweiche Haut mit mattem Finish zaubert. Zusätzlich pflegt das Gel die Haut mit einem Antioxidantien-Komplex aus Vitamin E sowie Brokkoli- und Aloe Vera-Extrakten. Eine pure Wohltat für die Haut!

Mein zweiter Favorit sind die Sun Drops von Dr. Barbara Sturm mit LSF 50, von denen man ein paar Tropfen direkt in die Tagescreme mischt. Perfekt für alle, die keine Extraschicht Sonnencreme mögen oder diese sonst gerne mal ganz vergessen. Praktischer Begleiter für unterwegs ist das Sonnenschutz-Spray Sun Mist mit LSF 30 von Pixi: Ein Sprühstoß aufs Gesicht, ohne Probleme auch über das Make-up – fertig! Außerdem beruhigen die enthaltenen Kamillen- und Bambus-Extrakte die sonnenstrapazierte Haut im Nu.

Als kleines Extra zum oben genannten Sonnenschutz liebe ich den Tan Accelerator von The Organic Pharmacy: Mit aktiven Pflanzenwirkstoffen wie Betacarotin und Kapikachhu kurbelt die Creme die Melaninproduktion an und sorgt so für eine schnellere, tiefe Bräune. Am besten beginnt man damit schon kurz vor dem Urlaub, dann liegt man am ersten Tag nicht käseweiß am Strand.

In puncto Sonnenschutz werden die Lippen leider am häufigsten vernachlässigt. Dabei ist ihre Haut extrem empfindlich, weil sie keine schützende Fettschicht besitzt und auch kaum Melanin produziert, das vor der UV-Strahlung schützt. Ein ständiger Begleiter in meiner Tasche ist der Lip Conditioner von Ilia, der mit LSF 15 nicht nur verlässlich schützt, sondern auch einen natürlich dezenten Schimmer auf den Lippen hinterlässt.

Sonnenschutz für den Körper

Ich bin seit Jahren Fan von den Beauty-Produkten von Susanne Kaufmann. Umso gespannter war ich auf ihre neue Sonnenpflege-Linie – und zum Glück wurde ich nicht enttäuscht: Die Creme Body Broad Spectrum Protection mit LSF 25 zieht super schnell ein, klebt selbst in der größten Hitze nicht am Körper und noch dazu hat ihr frischer, meloniger Duft eindeutig Suchtpotential.

Lichtschutzfaktor für die Haare? Unbedingt! Schließlich werden die Haare in der Sonne besonders stark strapaziert. Deshalb knete ich morgens unter der Dusche immer einen Klecks Hair In The Sun von Sachajuan ins feuchte Haar. Praktischerweise bleibt der UV-Filter der Creme auch beim Schwimmbadbesuch nach Feierabend erhalten.

Eine After-Sun-Pflege gehört zwar eigentlich nicht in die Kategorie Sonnenschutz, sie sollte allerdings nach einem ausgiebigen Tag in der Sonne unmittelbar folgen. Für alle, die es hier so natürlich wie möglich lieben, ist After Sun von Muti genau das Richtige: Das Gel mit Aloe Vera und Hyaluron ist frei von Paraffinen, Silikonen, Mineralölen und Co., es versorgt die Haut mit einer Extraportion Feuchtigkeit und hinterlässt ein kühles Frischegefühl on top. Denn wie jeder weiß: Je intensiver die Haut nach dem Sonnen gepflegt wird, desto länger hält die Bräune – und die ist ja immer noch das schönste Souvenir des Sommers.

Anna Bok ist in Berlin geboren und aufgewachsen. Nach weiteren Stationen in Freiburg und Florenz verschlug es sie 2007 zum Journalistik- und Kunstgeschichtsstudium nach Hamburg, wo sie anschließend als freie Journalistin für verschiedene Magazine, Zeitungen und Onlinemagazine wie Harper's Bazaar, Süddeutsche Zeitung und Blonde gearbeitet hat. Nach knapp zehn Jahren in der Hansestadt ist sie jetzt wieder nach Berlin zurückgekehrt. Wenn Anna nicht gerade neue Beauty-, Mode- oder Reise-Geschichten textet, findet man sie häufig auf ihrer Yogamatte (Empfehlungen für Studios in Berlin are welcome!).