Top 5: Beauty Favoriten im Februar

Beauty Editor Julia Alfert hat ihre neuesten Top 5 Beauty Favoriten für den Monat Februar zusammengestellt – vom “Kräuterkundebuch” bis hin zum Körperpeeling

Das Jahr ist noch jung und bei mir steht in Sachen Beauty deshalb alles im Zeichen der Erneuerung: sei es durch Peelen oder gründliches Reinigen und dadurch, dass ich mir neues Wissen über Hautpflege aneigne. Oder einfach nur, indem ich ein neues Produkt in meine Beauty Routine aufnehme und dafür meinen Badezimmerschrank ausmiste, indem ich zwei, drei für nicht so wirklich gut befundene Cremes oder Sprays aussortiere. Dies sind meine Favoriten, die im Februar für frischen Wind sorgen.

1. Peeling für den Körper

Aesop

Redemption Body Scrub, € 30 via Aesop

Vor kurzem war ich mit Aesop in Paris. Auf dem Programm stand die Besichtigung des temporären Treatment Space von Aesop und Paulin Paulin Paulin. Dahinter verbirgt sich eine Kooperation von Aesop (anlässlich des 30-jährigen Firmenjubiläums der australischen Brand) mit dem französischen Familienunternehmen, das im Sinne des Möbel- und Interiordesigners Pierre Paulin fortgeführt wird.

Das Designbüro von Aesop auf der rue Saint-Honoré wurde in diesem Zuge umgestaltet. Beiger Teppichboden, ein Sofa in S-Form und weitere Paulin-Designklassiker, gedämpftes Licht aus Vintageleuchten und ein Behandlungsraum, in dem nichts als eine puristische Liege steht. Auf der warmen (weil von unten beheizten) Matratze in dem sonst kühlen und nach dem typischen Aesop-Kräuter-Geruch duftenden Raum durfte ich dann Platz nehmen und in den Genuss eines Aesop Facials kommen.

Nach einer viel zu kurzen Nacht und einem 6-Uhr-Flug am Morgen genau das Richtige. Entspannend, pflegend und duftend. Von dem Besuch habe ich nicht nur eine erholte Gesichtshaut und allerhand Inspiration mit nach Hause genommen. Sondern auch die Aesop Neuheiten. Favorit: das Redemption Body Scrub, das seitdem fast jeden zweiten Tag unter der Dusche zum Einsatz kommt. Wie alle Aesop Produkte wertet es zunächst einmal optisch das Badezimmer auf. Die große graue Tube mit dem typisch schwarzen Aufdruck sieht einfach sehr schön aus.

Konsequent ästhetisch geht es bei Aesop zu, das hat sich in Paris bestätigt. Die Produkte, die Läden und angeblich auch die Büros und sogar die Labore sehen bei Aesop aus wie aus einem Designbilderbuch. Aber zurück zum Peeling, das kann sich auch sehen oder besser: fühlen lassen. Fein gemahlener Bimsstein und mikroskopisch feiner Bambusstamm sorgen für super glatte Haut. Und dann dieser Duft! Ätherische Öle von Tannen und Kiefernnadeln, Salbei und Nelken riechen würzig und frisch wie die Luft bei einem Waldspaziergang.

Und die Haut wird nicht nur gründlich gereinigt, sondern gleichzeitig gepflegt und fühlt sich nach dem Abtrocknen weich und wohlgenährt an. Das Eincremen kann man dann auch getrost mal weglassen.

2. Kräuterkunde

Komet Verlag

Das große Buch der Hildegard von Bingen: Bewährtes Heilwissen für Gesundheit und Wohlbefinden, € 9,99 via Amazon

Zu meinem Geburtstag im Januar habe ich viele gedankenvolle und schöne Geschenke bekommen. Von einer meiner liebsten Freundinnen, die, ähnlich wie ich, der Kräuter- und Naturheilkunde verfallen ist, unter anderem Das große Buch der Hildegard von Bingen.

Seitdem findet man mich des Öfteren vertieft in diese Lektüre. Die Benediktinerin, Dichterin, Komponistin und Universalgelehrte von Bingen, die im 12. Jahrhundert gelebt hat, hat ihre Gedanken zur ganzheitlichen Betrachtung des Menschen und seiner Umwelt aufgeschrieben.

Ein Glück! Denn von ihrem enormen Wissen um die heilsamen Kräfte der Natur und wie man diese richtig nutzt, kann nicht nur ich heute noch profitieren. Bei einem Kräuterworkshop in LA kamen wir gefühlt bei jedem zweiten Pflanzen-Fakt auf Frau von Bingen zu sprechen, die, so die Lehrerin, eine ihrer größten Inspirationsquellen ist.

Vom Anrühren von Cremes und Tinkturen, über Klosterkräuter mit Wunderkräften oder altbewährte Naturheilverfahren für zum Beispiel trockene Kopfhaut – die knapp 340 hübsch illustrierten Seiten sind für mich so etwas wie eine alternative Beauty Bibel geworden. In einer neuen Creme ist ein bestimmtes Kraut und ich möchte wissen, wozu es gut ist? Oder ich möchte verschiedene Methoden des Heilfastens beleuchten? Dann schaue ich kurz in der von Bingen Bibel. Und bin jedes Mal so fasziniert, was dort alles drinsteckt. Vielleicht sollte ich auf dem zweiten Bildungsweg doch noch Kräuterhexe werden.

3. Wie Neu

Teoxane

Radiant Night Peel, £ 40 via Teoxane

Neulich hat mir eine Bekannte von einer Superkur erzählt, die sie ausprobiert hatte, weil ihre Haut (einer stressigen Phase ‘sei Dank’) gereizt war und eine Art Auszeit oder Grundüberholung brauchte. Das Radiant Night Peel von Teoxane hat sie dann drei Wochen am Stück angewendet und war vom Ergebnis begeistert. Nicht nur sie: Ich hatte mich auch die ganze Zeit gefragt, die ich ihr gegenüber saß, was sie wohl macht, dass ihre Haut so strahlt.

Ich habe das Ganze dann selber ausprobiert und 21 Tage lang abends vor dem Schlafengehen ein wenig auf die gereinigte Gesichtshaut aufgetragen. Anschließende Pflegeschritte habe ich weggelassen. Über Nacht kann das hochwirksame Peeling, das mit Glycolsäure für die Erneuerung der Hautschichten sorgt, am besten wirken.

Sonnenlicht ist in Kombination mit der Säure nämlich nicht zu empfehlen. Und eine tägliche Anwendung ebenso wenig, denn das Peeling, das ohne abrasive Partikel, sondern nur durch seine starke Konzentration an Glykolsäure wirkt, beschleunigt die Zellerneuerung um ein Vielfaches. Gleichzeitig macht es die Haut aber zunächst auch empfindlicher.

Gewusst wie, heißt es also: So lange das Peeling nicht länger als zwei Mal im Jahr für drei Wochen und in der empfohlenen Menge angewandt wird, ist es ein Garant für schöne, strahlende Haut in ein paar Wochen. Jedenfalls hat es bei meiner Bekannten genau wie bei mir wunderbar funktioniert.

4. Super Serum

Oskia

Pro-Collagen Super Serum, € 115 via Niche Beauty

Seren und Gesichtsöle und überhaupt alles, was in einer hübschen Flasche mit Pipette daherkommt, wirkt erst mal anziehend auf mich. So auch das Super 16 Pro Kollagen Serum von Oskia, einer neuen britischen Naturkosmetikmarke. Die blaue Flasche mit silberner Aufschrift würde ich mir auch allein zu Dekozwecken in den Schrank stellen. Doch das wäre schade um den tollen Inhalt. Der sorgt gerade morgens im Bad für äußerst gute Laune.

Nach der Dusche und ein paar Spritzern Tonic tupfe ich als ersten Pflegeschritt zwei, drei Tropfen des Serums auf die Haut. Schon die Konsistenz vermittelt Frische. Kühl und gelartig sorgt es dafür, dass sich die Haut sofort prall und wach anfühlt. Die 16 verschiedenen sogenannten “Super-Inhaltsstoffe”, die in dem Serum enthalten sind, sind Nährstoffe und Bioaktivstoffe, die der Haut ihre Elastizität zurückgeben, sie schützen und mit Feuchtigkeit versorgen. Vor allem Bakuchiol, das aus indischen Babchisamen gewonnen wird, sorgt ähnlich wie Retinol dafür, dass die eigenen Regenerationsprozesse der Haut angeregt werden.

5. Lidschatten, der keiner ist

Perricone MD

Lidschatten, € 37,50 via Niche Beauty

Ich bin ja eigentlich keine Lidschattenträgerin. Stattdessen kommen bei mir immer andere Sachen auf und um die Lider: Gloss, Highlighter, Balm, dunkler Lippenstift … Der No Eyeshadow Eyeshadow von Perricone MD erschien mir deshalb schon wegen des Namens wie für mich gemacht und musste gleich getestet werden.

Und tatsächlich, das flüssige, leicht getönte Fluid hat erstmal nichts mit einem normalen Lidschatten gemein. Es deckt zwar ab, aber ganz ohne aufzutragen. Durchschimmernde blaue Äderchen oder leichte Rötungen auf dem oberen Augenlid werden unsichtbar. Stattdessen sehen die Lider ebenmäßig und dennoch ungeschminkt aus. Gleichzeitig trocknet es die dort besonders empfindliche und dünne Haut nicht aus.

Ich trage einfach ein wenig nach der Augencreme auf und finde, es lässt meine Augen ausdrucksstärker wirken, ohne dass es offensichtlich geschminkt aussieht. Und es passt perfekt zu meinem Ungeschminkt-Look bei dem außer Concealer, Augenbrauen-Gel und Highlighter nicht mehr zum Einsatz kommt.

Julia Alfert

2010 zog die gebürtige Hamburgerin Julia Alfert von Paris nach Berlin. Ein Kunstgeschichtsstudium und viele Jobs später führte ihr Weg sie zu Harper’s Bazaar, wo sie bis Mitte 2015 als Mode- und Beautyassistentin arbeitete. Ihre Lust am Schreiben ist eine neue Entdeckung; der Faible für Beautyprodukte aller Art nicht. Wenn Julia nicht gerade cremt, ölt und sprüht, schreibt und stylt sie für verschiedene Magazine und Websites.