Shopping List: Samt

Zurück aus der Sommerpause findet Julia Knolle wieder vermehrt Gefallen an Samt in Mode und Möbeln – persönlich setzt sie auf schwarzen Samt

Kaum aus der Sommerpause zurück, ist einem das schweißtreibende Liegen am glasklaren Strand im Bikini auch irgendwie über und man kann es kaum erwarten, wieder die Übergangsjacke aus dem Schrank zu holen und sich in warme Pullis und geschlossene Schuhe zu schmeißen. Nicht! Aber mal im Ernst: Den Stoff, den man an den heißen Tagen des Jahres  am meisten vermisst, ist doch zweifelsohne Samt.

Auf einer Hochzeit bei 40 Grad durfte ich – laut Anraten der Braut – eben nicht das bodenlange, bei Vestiaire Collective entdeckte Second-Hand-Kleid von Prada anziehen – „du wirst es mir danken“. Gut, am Ende war meine Tasche von Loewe (freundliche Leihgabe von Veronika) der einzige Wermutstropfen. Samt kann tun und lassen, was er will. Er sieht einfach IMMER schick aus. In Schwarz ist er mir persönlich am liebsten (Überraschung) – in jeglicher Form (siehe meine Hermione Slipper von Tabitha Simmons, meinen Kurzblazer von Ganni und diverse Kleider; Tops habe ich merkwürdigerweise noch keine und auch eine Hose wäre längst überfällig).

In meinem Wohnzimmer wage ich mich an Farbe, da steht seit einer Weile ein Erbstück meiner Großeltern, auf dem ich angeblich schon zahnte (so will es die Legende). Das Sofa hat einen klassischen Grünton und bereitet mir jeden Tag beim Vorbeilaufen und Daraufsitzen größte Freude. Es ist also an der Zeit, mich, auch was die Ausstattung meines Kleiderschrankes betrifft, nun auf neues Terrain zu wagen. Den Anfang macht ein giftgrünes Kleid im entfernt an die Spätrenaissance erinnernden Stil von Scotch & Soda. Einmal übergestreift, fühle ich mich direkt wie Alexa Chung. Genug gesagt!

– In freundlicher zusammenarbeit mit scotch & soda

Julia hat 2007 einen der ersten Modeblogs in Deutschland mitgegründet und als Consultant für Digitale Strategien gearbeitet, nachdem 2010 ihr erstes Buch erschienen ist. Nach vier ereignisreichen Jahren bei Condé Nast, in denen sie hauptsächlich für den digitalen Bereich der deutschen Vogue verantwortlich war, entschloss sie sich, ihr eigenes Online Magazin zu gründen, gemeinsam mit der Partnerin ihrer Träume – mit Veronika Heilbrunner. Julia lebt und arbeitet in Berlin und liest gerne Bücher.