Anna Boks Beauty Routine

Editor Anna Bok verrät ihre persönliche Beauty Routine – mit Produkten von Susanne Kaufmann, Lovely Day und Aesop

Meine eigene Beauty Routine wechselte lange in Rekordzeit – zum einen, weil ich als Redakteurin ständig in Versuchung gerate, neue Tuben und Tiegel auszuprobieren. Außerdem spioniere ich unheimlich gerne im Badezimmer anderer und wenn mir dort etwas gefiel, kaufte ich es blitzschnell nach. In meinem Freundeskreis war das schon ein Running Gag.

Nur leider vertrug das meine bis dato unkomplizierte Haut irgendwann nicht mehr und reagierte nonstop mit Rötungen und kleinen Unreinheiten. Eine klassische Überpflegung, wie mir der Hautarzt attestierte. Nach einer Null-Kur Anfang des Jahres wurde es besser und ich habe alle überflüssigen Produkte, insbesondere die Chemiebomben, aus meinem Badezimmer verbannt. Den Produkten, die ich gut vertrage, bin ich seither treu geblieben und wenn es Neuzugänge gibt, wähle ich diese sorgfältiger aus. Trotzdem bin ich gerade noch dabei, das Weniger-ist-mehr-Prinzip weiter zu verfeinern …

Gesicht

Morgens reinige ich mein Gesicht mit kaltem Wasser. Danach trage ich das Gesichtsfluid Linie F von Susanne Kaufmann auf, das mit einem Kräuterkomplex aus Hamamelis, Kamillen- und Ringelblumenblüten wunderbar beruhigend wirkt. Wenn meine Haut sehr fahl aussieht, kommt unter die Tagespflege das Lucent Facial Concentrate von Aesop – ein fabelhafter Leuchtkraftverstärker. Um die Augen klopfe ich etwas Brightening Eye Cream von Perricone MD ein. Bei Beauty-Versprechen bin ich generell skeptisch, aber diese Creme mit Extrakten von Kurkuma und Grünem Tee hilft wirklich gut bei Schwellungen und Augenringen.

Abends schminke ich mich mit dem Mizellenwasser Sensibio von Bioderma ab. Darauf folgt das Waschgel Mellow Mallow von Lovely Day, das mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Aloe Vera und dem Wurzelextrakt Marshmallow gründlich und sanft reinigt. Perfekt in Kombination mit einem Konjac Schwamm. Um Gesichtsöle habe ich lange einen Bogen gemacht, weil ich glaubte, sie würden meine Poren verstopfen. Tatsächlich signalisieren Gesichtsöle aber der Haut, dass sie weniger Fett produzieren muss, da sie genügend Fett von außen erhält. Seit ich abends das Active Botanical Serum von Vintner’s Daughter im Wechsel mit dem Rescue Oil von Lovely Day auftrage, sieht meine Haut sogar nach der kürzesten Nacht ausgeruht aus. Falls sich doch kleine Unreinheiten bemerkbar machen, ist das Wirkstoffkonzentrat klärend von Susanne Kaufmann ein SOS-Helfer: In dem braunen Fläschchen steckt pflanzliche Salicylsäure, die meine Haut schnell zurück ins Gleichgewicht bringt.

In puncto Gesichtsmasken liebe ich die Deep Hydrating Mask von Dr. Barbara Sturm. Manchmal lasse ich den Feuchtigkeits-Booster sogar über Nacht einwirken. Für den tiefenreinigenden Effekt ist die Charcoal Manuka Mask von Lovely Day klasse. Was ich an der schwarzen Maske besonders mag, ist ihre Konsistenz, denn die Masse trocknet nicht fest, sondern bleibt schön cremig.

Körper

Das morgendliche Trockenbürsten habe ich mir von Julia Knolle und Julia Alfert abgeschaut. Ich benutze die Body Brush von Mio und auch wenn mich die harten Wildschweinborsten anfangs Überwindung gekostet haben – es lohnt sich. Die Abreibung sorgt für super weiche, straffe Haut. Mein Duschgel stammt aus der Linie M von Susanne Kaufmann und davon benutze ich auch die Bodylotion. Ich mag es, wenn mich Düfte an besondere Momente erinnern und in dem Fall ist es ein Urlaubstrip nach Österreich: Mit einer Freundin war ich letztes Jahr im Hotel Post von Susanne Kaufmann und dort standen natürlich ihre Produkte im Bad. Wir mussten uns mehrmals am Tag mit dieser Bodylotion eincremen, so süchtig waren wir nach dem krautig-pflaumigen Duft. Erst neulich habe ich die Flasche nachgekauft. Die Linie M ist zwar für den Mann gedacht, in meinen Augen aber vollkommen unisex.

In meiner Berliner Wohnung habe ich endlich wieder eine Badewanne und dort steht am Beckenrand Epsom Salz, ein uraltes Hausmittel. Das natürliche, magnesiumreiche Mineral entschlackt, bindet viel Feuchtigkeit und sorgt für butterweiche Haut, sodass man sie nicht mehr eincremen müsste. Aber das passiert bei mir, wegen oben beschriebener Bodylotion-Sucht, trotzdem immer. Eine Wohltat bei Verspannungen ist der Repairing Muscle Balm mit Ingwer und Minze von Night Delight, mit dem ich abends vor dem Schlafengehen meine Schultern und den Nacken massiere. Ebenfalls nicht mehr missen möchte ist das Deo von Fine – endlich ein Deo ohne schädliche Aluminiumsalze, das wirkt!

Haare

Früher habe ich jedes Shampoo gekauft, auf dessen Etikett etwas in Richtung „Für seidig weiche, glatte Haare“ stand. Meine Haare sind das genaue Gegenteil: extrem dick, eine Spur zu trocken und schwer zu bändigen. Inzwischen weiß ich aber, dass man ein Shampoo vor allem nach der Beschaffenheit der Kopfhaut auswählen sollte. Der Conditioner liefert genug Pflege. Bei mir kommt aktuell das milde Calming Shampoo von Aesop zum Einsatz, gefolgt von dem Conditioner Damage Remedy von Aveda. Ab und an benutze ich außerdem den Dry Conditioner Shampure von Aveda, den man ins feuchte oder trockene Haar sprüht.

Make-up

Seit der eingangs erwähnten Überpflegung fällt meine Make-up-Routine reduziert aus. Im Sommer mochte ich es aber sowieso schon immer unkompliziert. Nur auf mein Augenbrauen-Gel würde ich nie verzichten – schön geformte Augenbrauen verleihen jedem Gesicht erst den perfekten Rahmen. Das Augenbrauen-Gel in der Nuance “Blond“ von Alverde kaufe ich seit Jahren und habe auch schon einige Freundinnen dafür begeistern können. Auf die Wangen kommt ein Klecks Volumizing Lip and Cheek Tint von Tata Harper in der Farbe “Very Vivacious“. Den benutze ich seit Gwyneth Paltrow davon in einem Interview geschwärmt hat. Ich kann sie gut verstehen. Augenschatten und kleine Rötungen decke ich mit dem „Un“ Cover-Up von RMS Beauty ab. Wenn ich abends ausgehe, trage ich außerdem die Skintangible BB Cream von VMV Hypoallergenics auf. Die Marke kann ich jedem empfehlen, der eine ähnlich sensible Haut hat wie ich – alle Produkte sind frei von Duft- und Farbstoffen, Parabenen sowie Konservierungsstoffen.

Meine Wimpern lasse ich pur oder ich tusche nur den oberen Wimpernkranz. Was Mascara betrifft habe ich von günstig bis zur Luxus-Version alles ausprobiert und überzeugt hat mich MyMascara: Auf der Website des Beautylabels beantwortet man Fragen zu Länge, Dichte und Schwung der eigenen Wimpern. Anschließend bekommt man eine maßgeschneiderte Wimperntusche mit individueller Bürstenform und Textur zugeschickt. Ein tolles Konzept.

Anna Bok ist in Berlin geboren und aufgewachsen. Nach weiteren Stationen in Freiburg und Florenz verschlug es sie 2007 zum Journalistik- und Kunstgeschichtsstudium nach Hamburg, wo sie anschließend als freie Journalistin für verschiedene Magazine, Zeitungen und Onlinemagazine wie Harper's Bazaar, Süddeutsche Zeitung und Blonde gearbeitet hat. Nach knapp zehn Jahren in der Hansestadt ist sie jetzt wieder nach Berlin zurückgekehrt. Wenn Anna nicht gerade neue Beauty-, Mode- oder Reise-Geschichten textet, findet man sie häufig auf ihrer Yogamatte (Empfehlungen für Studios in Berlin are welcome!).