Top 3 Female Artists to Watch: Wermers, Ekblad, Mitchell

Infrastruktur 2015 Installation view / © Herald St, London

Nicole Wermers

Stolze 690 Posts zählt die Installation “Infrastruktur” von der Künstlerin Nicole Wermers bei Instagram , mit der sie im Rennen für den Turner Prize 2015 war (und leider nicht gewonnen hat). In einem weitläufigem Raum mit Betonboden sieht man Freischwingerstühle, über deren Lehne klassische Vintage Pelzjacken geworfen sind. Markiert die Trägerin damit ihr Territorium? Welche Möglichkeiten hat man, um in einem öffentlichen Raum einen Platz für sich in Anspruch zu nehmen? Im Video von TateShots gibt es mehr Einblicke in Wermers Schaffen.

Ida Ekblad

Kein Wunder, dass dieses Werk zur Art Basel Miami auf dem Stand der Galerie Herald St neben einem Bild von Ida Ekblad zu sehen war. Die norwegische Künstlerin, 1980 in Oslo geboren, ziert derzeit das Cover der Monopol und war vor einer Weile schon in der Erstausgabe von Springers Kunstblatt Blau zu sehen. Graffiti-Elemente, Schrottplatz-Ästhetik und wilde bunte Farbspiele dominieren das Werk. “Malerei ist für mich eine Kombination aus Rhythmus, Poesie, Duft, Gefühl…” sagt sie im Interview mit Elke Buhr. Glauben wir ihr sofort.

Joan Mitchell

Wer dachte, die Kunst der frühen zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts wurde allein von Jackson Pollock und ein paar anderen Männern aus dem abstrakten Expressionismus dominiert, der wird derzeit im Kölner Museum Ludwig eines besseren belehrt: Eine Retrospektive von Joan Mitchell zeigt noch bis zum 21. Februar rund 30 Werke und weitere Materialien der Künstlerin, die im engen Umfeld der New York School ein bemerkenswertes Œuvre mit ganz eigenem Ansatz erschaffte. Zwischen Emotion und Kalkül entstanden zahlreiche Gemälde, die sich vorrangig mit der Natur und deren Phänomenen auseinandersetzen, darunter Landschaften, Licht und Wasser. Das kurze Videoportrait zeigt mehr. Die Künstlerin selbst sah sich übrigens nie in Konkurrenz zu Männern, wie sie im einzigen größeren Video-Interview, das es von ihr gibt, unterstreicht. Dieses Interview zeigt das Museum auch in einem eigenen Raum innerhalb der Ausstellung. Sehens- und hörenswert!

 

Joan Mitchell on the hammock with Georges du Soleil, ca. 1954 ©Collection of the Joan Mitchell Foundation / Photo: Barney Rosset

Julia hat 2007 einen der ersten Modeblogs in Deutschland mitgegründet und als Consultant für Digitale Strategien gearbeitet, nachdem 2010 ihr erstes Buch erschienen ist. Nach vier ereignisreichen Jahren bei Condé Nast, in denen sie hauptsächlich für den digitalen Bereich der deutschen Vogue verantwortlich war, entschloss sie sich, ihr eigenes Online Magazin zu gründen, gemeinsam mit der Partnerin ihrer Träume – mit Veronika Heilbrunner. Julia lebt und arbeitet in Berlin und liest gerne Bücher.