Tailor made: Hinter den Kulissen bei Eytys

Im dritten Teil unserer Serie “Reveal the Iconic You” haben wir die fantastische Shoe Brand Eytys in Stockholm besucht. Hier das Interview mit Co-Founder Max Schiller und seinem Hund Bobbie – produziert in Zusammenarbeit mit smart

Auf unserem Weg nach Stockholm, um Max Schiller, den Creative Director und Co-Founder von Eytys, zu interviewen, war ich ziemlich aufgeregt. Ich habe mich nämlich sehr darauf gefreut, alles über sein Geheimrezept zu erfahren: Wie man ein simples Produkt auf einen bereits gesättigten Markt bringt – und damit derart erfolgreich wird wie die Schweden es für sich verbuchen können. In nur drei kurzen Jahren haben sie es geschafft, dass Eytys in den wichtigsten Concept Stores weltweit verkauft wird – etwa bei Colette in Paris und The Store in Berlin; ganz zu schweigen von den großen Online Retailern wie mytheresa.com, Net-A-Porter und Matchesfashion.

Eytys habe ich mir als nächstes Ziel meiner Inspirationsreise, die ich zusammen mit smart und seinem BRABUS tailor made Programm erlebe, ausgesucht, um auch hier herauszufinden, was für die Designer echtes Handwerk und individueller Stil bedeuten.

Der dritte von vier spannenden Teilen dieser Serie eignet sich perfekt, um das Thema “Material” genauer in Augenschein zu nehmen. Und insbesondere wollte ich mehr darüber erfahren, weil Eytys zwar noch so ein junges Unternehmen ist, aber dennoch so perfekt in dem, was es auf den Markt bringt. Wie etwa ist das Sneakermodell Mother aus Wildleder mit seiner dicken weißen Sohle entstanden? Und wie kommt es, dass Eytys die Fashion Welt (und den Großteil meines Schuhschrankes) im Sturm erobert hat?

Kommen wir also zur Sache – mit Max und seinem Hund Bobbie (auch bekannt als der “Eytys Gute-Laune-Manager”), der im Interview mit von der Partie ist.

Moodboard Eytys

Veronika Heilbrunner: Erzählst Du mir ein bisschen von Eurer Firmengeschichte? Du und Jonathan Hirschfeld – CEO und Co-Founder von Eytys – Ihr seid Sandkastenfreunde. Wie kamt Ihr darauf, ein Sneaker Label zu gründen?

Max Schiller: Ich würde sagen, das hat sich mit der Zeit entwickelt. Denn Jonathan und ich haben uns schon immer sehr für Turnschuhe interessiert. Schon als Kinder haben wir uns von unserem Taschengeld Sneaker gekauft. Es mussten einfach die perfekten Turnschuhe sein, schon mit 12 Jahren war das bei uns so ausgeprägt. Und dann später war ich auf der Suche nach einem ganz bestimmten Modell, einem Bootsschuh aus dem 2. Weltkrieg. Ich habe sogar Ebay danach durchforstet.

Ich habe gelesen, Du warst Ebay-süchtig…

MS: Ja, und ich bin es noch immer. Leider. Meine Freundin sagt: “Wenn Du auch nur eine weitere kaputte Lampe kaufst…”

Du sammelst also nicht nur Sneaker?

MS: Ich sammle überhaupt keine Sneaker mehr. Ich mache sie ja jetzt selbst.

Wann hast Du Dein erstes Paar Turnschuhe hergestellt?

MS: Als ich ein Paar bestimmter Turnschuhe haben wollte und nicht fündig wurde. Das war vor etwa vier Jahren. Irgendwann begann ich Zeichnungen meiner Traumschuhe anzufertigen. Kaufte dann ein Paar Sneaker und etwas Modelliermasse dazu – nur um bei der Realisierung meines Prototyps die Proportionen total zu verhunzen. Ich mochte das dabei entstandene Modell aber und dachte: “Genau das ist es, was ich tragen will!”

Wenn man neu in der Branche ist, ist es ziemlich schwer, einen Hersteller zu finden, der sich bereit erklärt, Dir ein Sample anzufertigen – also musste ich mich auf die Suche nach so jemandem begeben und fand schließlich einen.

Der Prototyp, den Du anfertigen lassen wolltest, war das Modell von Mother, nehme ich an?

MS: Exakt. Aber das Sample, das dabei herumgekommen ist, war eher noch auf dem Weg dahin, Mother zu werden. Es sah zunächst noch ziemlich anders aus.

Ein augenscheinliches Designelement beim Modell Mother ist die dicke Sohle. Hast Du Dich absichtlich für einen klobigeren Look entschieden?

MS: Ja, das habe ich. Aber der Schuh ist mittlerweile geschlossener als er es zunächst war, mit einem engeren, festeren Schaft.

Was ist typisch für die Brand Eytys?

MS: Ich würde sagen: Sneakers zu nehmen, die jeder schon einmal gesehen hat, und dann die Proportionen zu verhunzen oder, sagen wir: durcheinanderzubringen, sozusagen, damit der Schuh wirklich anders aussieht. Ich glaube, das gibt dem Träger so etwas wie Selbstvertrauen. Egal, bei welchem unserer Modelle. Sie sind alle mutiger und klobiger, ohne dabei extrem zu wirken.

Mit welchem Material arbeitest Du am liebsten?

MS: Das kommt drauf an. Ich mag Wildleder sehr. Man kann aus Wildleder wirklich lebendige Farben kreieren. Und Gummi. Richtiges, schweres Gummi – nicht dieses leichtgewichtige Zeug. Gummi sollte immer ein bestimmtes Gewicht haben.

Dieses schwere Gummi trägt das Design der Eytys auch weg vom Sportschuh.

MS: Ja, aber weißt Du, vor ein paar Jahrzehnten noch waren auch Sportschuhe schwerer. Es gab eine grundlegende Wandlung in der Art, wie Sportschuhe heutzutage gefertigt werden. Man kann sagen, dass unsere Modelle gewissermaßen wie die Sportschuhe von vor 40 Jahren sind – als Sportschuhe noch aus solidem, festem Gummi gemacht wurden.

Hast Du schon darüber nachgedacht, einen “richtigen Sportschuh”, einen “Performance Sneaker”, herzustellen?

MS: Wir haben ein neues Modell, das vom Ultramarathon inspiriert wurde und super “Performance-mäßig” ist. Ich bin in diesen Sneakern gelaufen, also gejoggt, und kann sagen, dass sie sich auch tatsächlich dafür eignen – aber das war gar nicht der Punkt bei der Entwicklung. Es geht uns bloß um den Look. Wir sind nämlich keine Sportswear Brand… Ich glaube nicht, dass ich sportlich genug bin, um ein Sportswear Label zu führen. Und Jonathan auch nicht.

Vielleicht ändert sich Deine Einstellung in zehn Jahren und dann hört sich eine Sportmarke für Dich großartig an?

MS: Ja, mein bester Freund hatte eine Rock’n’Roll-inspirierte Denim Firma. Dann hörte er auf zu trinken. Jetzt führt er stattdessen eine Running Brand, die für seinen neuen Lebensstil steht. Man weiß eben nie.

Kommen wir zu unserer Stichfrage – was bedeutet tailor made für Dich?

MS: Ich mag speziell hergestellte Produkte. Dinge sollten nicht zu einfach zu bekommen sein, in keinerlei Hinsicht. Ich denke, dass der Umstand, wie man an ein Produkt gerät, den Wert steigert, und ich mag den Gedanken, dass jemand viel Arbeit in ein Teil gesteckt hat.

Kannst Du Dir vorstellen, dass Ihr Euren Kunden irgendwann auch tailor made Services anbietet?

MS: Es würde echt Spaß machen und ziemlich interessant sein, auf Kundenwunsch tailor made, also Maßgeschneidertes oder individuell Zugeschnittetes, anzubieten. Zur Zeit aber sehe ich nicht, wie wir das von der Logistik her bewerkstelligen sollten – aber in der Zukunft muss ich mich näher damit beschäftigen. Das ist eine gute Idee. Danke Dir.

Welcher Schuh ist Euer Bestseller?

MS: Ich habe das Gefühl, das ändert sich von Woche zu Woche. Insgesamt ist es wohl das Modell Mother in schwarz (ob aus Canvas oder Wildleder). Aber gerade verkaufen wir den Doya auch ziemlich gut, worüber ich wirklich froh bin. Überhaupt, die bestverkauften Produkte gehen immer in schwarz und weiß am besten.

Wie gehst Du mit dem Feedback Eurer Kunden um?

MS: Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Kundenfeedback. Bei dem einen geht es um den Komfort und dessen Optimierung. Diese Art von Feedback finde ich ziemlich wichtig und wir nehmen uns das sehr zu Herzen. Jeden Montag halten wir alles, was wir an Rückmeldung von Kunden erhalten, in einem Meeting fest und überlegen uns, wie wir damit umgehen.

Die andere Art von Rückmeldung betrifft das Design oder das, was gerade “in” ist. Ich versuche in dieser Hinsicht einen Schritt voraus zu denken und wenn ich mich zu sehr auf das Feedback konzentrieren würde, würde es meinen Arbeitsprozess viel zu sehr verlangsamen. Also ignoriere ich es, wenn ich ehrlich bin.

Warum habt Ihr eigentlich mit nur einem Modell gestartet?

MS: Damals wollte ich, zugegebenerweise, einfach nur diesen einen Schuh tragen und konnte den nicht finden. Irgendwann hatte ich dann das Gefühl: ‘Ok, jetzt bin ich es leid, jetzt trage ich diese Schuhe jeden Tag – seit vier Jahren.’ Und da sagte ich mir: ‘Probieren wir etwas Neues aus.’

Und welches war dann Euer zweites Modell?

MS: Das zweite wirklich neue Modell war Doja. Das habe ich auch gerade an.

Also designst Du wirklich für Dich selbst?

MS: Für mich selbst, für meine Freunde und für meine Freundin mache ich das. Und ich habe dafür ziemlich viel Kritik eingesteckt. Mir fällt es schwer, mich in jemand anderes hineinzuversetzen und etwas zu designen, das ich nicht selbst tragen würde. Ich weiß nicht, wie man das bewerkstelligt, und ich finde es ziemlich interessant, wenn ein Designer dazu in der Lage ist. Es ist ein ziemliches Talent, das ich mir auch für mich wünschen würde. Und wenn ich das hinbekommen würde, wäre ich vermutlich ziemlich reich.

Wie sieht denn Euer Arbeitsprozess aus? Wie kommen Euch die Ideen?

MS: Das ist recht unterschiedlich. Aber vor Beginn einer neuen Saison versuche ich immer in den Urlaub zu fahren, um Geist und Sinne zu klären und offen zu sein für neues Denken und andere Mentalitäten.

Wohin ging denn Deine letzte Reise?

MS: Nach Tokio beziehungsweise nach Japan. Einfach der beste Ort, um zu verreisen, wie ich finde. Es gibt so viel zu sehen – so viele Eindrücke kann man sammeln.

Wie wird sich der Einfluss dieser Japanreise in der neuen Kollektion ausdrücken?

MS: Ich arbeite in so vielen Bereichen der Brand mit. Man wird das eher an den Kontexten sehen – wie an den Stores oder in den Kampagnen – als am Design der Schuhe. Nach Japan zu gehen ist großartig. Die Kunst zum Beispiel ist großartig. Es gibt eine Insel namens Naoshima, die für ihre Kunstmuseen und Installationen berühmt ist, und all das ist ziemlich inspirierend. Aber diese Insel liegt acht Stunden von Tokio entfernt und es ist echt mühselig, dorthin zu gelangen: Erst muss man den Schnellzug nehmen, dann den langsamen, dann ein kurzes Stück zu Fuß, dann weiter mit der Fähre und schließlich mit dem Bus. Also ein ziemlicher Akt. Was gut ist, denn wenn es schwer ist, irgendwohin zu kommen, kannst Du Dir sicher sein, dass es nicht so voll sein wird. Und das ist schön.

Nachdem man in eine Gegend wie diese eingetaucht ist, hat man einen klaren Geist. Man hat ganz viel Zen und ist umgeben von schönen Dingen und das fördert den Geist. Und dann kommt Dir eine Idee, die überhaupt nichts mit dem zu tun hat, wo Du gerade stehst oder worauf Du gerade schaust. Man wird ziemlich aufnahmefähig, man saugt alles ein.

Und erkläre doch bitte, wie erstellt Ihr den Prototypen eines Modells und wie oft schickt Ihr so ein Sample wieder zurück, bis Ihr damit zufrieden seid? Ich interessiere mich nämlich auch sehr für die technische Komponente bei Euch.

MS: So viele Male schicken wir Samples wieder zurück – bis zu zehn Malen oder öfter. Sogar, wenn wir das Modell schon herausgebracht haben, arbeiten wir weiter daran und optimieren es. Wir arbeiten auch immer noch an Mother, und das, obwohl es dieses Modell seit vier Jahren in den Läden zu kaufen gibt. Es ist ein Prozess der konstanten Verbesserung, wir gestalten immer wieder neue Samples. Und ich bin wirklich schlecht darin, deshalb  brauche ich normalerweise viele Anläufe, bis ich das richtige Sample erstellt bzw. vor mir habe.  

Ist der eigentliche Prozess der Manufaktur auch so kompliziert?

MS: Das ist er! Wir machen alle Sohlen für unsere Schuhe selbst – im Gegensatz zu vielen anderen Firmen, die ihre Sohlen extern dazukaufen. Das Ganze ist auch ein ziemlich kostenaufwendiger Prozess, also kann man sich auch keine Fehler leisten. Und deshalb müssen wir die Sohlen auch als erstes in 3D-Print ausdrucken, um zu sehen, wie sie aussehen. Wenn die Sohlen zurück vom 3D-Printer kommen, befestigen wir noch den oberen Teil des Schuhs daran. Oft sehen die Modelle dann super aus, aber da sie aus einem ziemlich empfindlichen Plastik sind, kann man sie nicht anprobieren. Dann bestellt man die Gummisohle, fügt die Schuhteile ebenfalls zusammen, sie werden ins Büro geliefert und dann passiert das: Sie sehen in der Hand und auf dem Papier toll aus, aber am Fuß selbst nicht. Das ist so ein Punkt, an dem das Spiel wieder von vorne losgeht, an dem man direkt komplett alles neu machen muss.

Es ist ziemlich interessant, dass Ihr die Sohlen selbst herstellt. War das Teil des Plans oder lag es daran, dass Ihr nicht den richtigen Zulieferer für die Samples finden konntet?

MS: Es hat damit zu tun, dass ich, als wir angefangen haben, das Gefühl hatte, dass alle Schuhe, die es auf dem Markt gab, gleich aussahen. Sie hatten alle dieselbe Sohle. Wenn man im Webshop nach Sneakers geschaut hat, sahen die dementsprechend alle gleich aus – vielleicht mit unterschiedlichen Details oder aus verschiedenem Material. Das war aber nicht, was ich wollte. So wurde mir klar, dass – wenn wir das wirklich machen wollten – wir die Sohle vom Anfang bis Ende selbst herstellen müssten.  

Wie behaltet Ihr die Kosten für die Herstellung eigener Sohlen im Griff?

MS: Das Gute daran, wenn man alle Modelle fertiggestellt hat, ist, dass man sie vervielfachen kann. Aber dann wieder führt es auch dazu, dass jedes neue Modell ein Risiko birgt, weil es eine solche Investition ist. Das ist auch der Grund, warum wir gar nicht so viele neue Modelle erscheinen lassen. Wir halten es damit auch einfach.

Das führt mich zu der wichtigsten Frage: Wenn Du Dich morgens fürs Büro fertig machst, schickst Du Jonathan dann eine SMS, um zu vermeiden, dass Ihr dieselben Schuhe tragt?

MS (schmunzelt): Nein. Wir haben beide einen ziemlich unterschiedlichen Stil, was gut ist. Und auch wenn wir einmal dasselbe Modell anhaben – was ungefähr bereits 3000 Mal vorgekommen ist – ist das ok. Ich meine, am Anfang hatten wir nur ein Modell, also hatten wir auch immer dasselbe Modell an.

VH: Wir bei hey woman! machen das auch manchmal. Meine Co-Founderin Julia (Knolle) hat im Grunde schon immer Converse getragen und ich habe dieses Jahr ebenfalls damit angefangen. Aber wenn wir Fotos machen, achten wir sehr genau darauf, wer die schwarzen und wer die weißen trägt. Jetzt wechselt Julia übrigens auch zu den Eytys.  !

Wie war denn Dein und Jonathans erster Tag im Eytys Büro?

MS: Nun, es gab kein Büro am Anfang. Wir waren die ersten Monate über immer in der Küche meiner Mutter.

Kommt daher auch der Name Eures ersten Modells Mother?

MS: Viele Aspekte haben bei der Namensgebung eine Rolle gespielt. Er ist tatsächlich als Tribut an unsere Mütter gedacht, die von Anfang an eine wichtige Rolle beim Entstehungsprozess gespielt haben und es immer noch tun. Ich habe das aber auch als eine Art Mutterschiff gesehen, im Sinne von “hiermit haben wir das Ganze begonnen”. Um zu Deiner Frage mit dem Büro zurückzukehren. Wir haben zuerst in der Wohnung meiner Mutter gearbeitet. Und danach den Lagerraum im Büro eines Freundes angemietet – der lag unterhalb der Treppen, hinter der Toilette, und war etwa 4m2 klein. Der Bürokaffee war jedoch bei der Miete inklusive, weshalb wir dachten, dass das ein Spitzendeal war! Unser Freund hat vermutlich ein Minusgeschäft mit uns gemacht. Und nach etwa acht Monaten bekamen wir unser richtiges eigenes Büro.

Euer erstes eigenes Büro – wie war das für Euch?

MS: Großartig. Alles, was nicht im Keller war, hat sich für uns wunderbar angefühlt.

Wir wollen so gern noch mehr von Eytys sehen. Hoffentlich auch in Berlin. Ich habe da so ein paar Gerüchte gehört…

MS: Also, da weißt Du mehr als ich.

Ok. Und wie war das, als Du Dein erstes Paar perfekter Sneaker von Eytys in den Händen gehalten hast?

MS: Ich warte immer noch auf genau diesen Tag! Wir perfektionieren unsere Produkte, die  wirklich gut sind, trotzdem ständig, aber sie sind nie perfekt.  

Der Name Eytys, wie kam der zustande?

MS: Jonathan und ich sind in den 1980ern geboren, in den 80s oder Eighties, und wir haben uns bei dem Namen für unsere Brand entschieden, es mit zwei ‘y’ zu schreiben, um die Generation Y zu repräsentieren. Die Generation Y spielt überall eine große Rolle, weil wir die erste Generation waren, die mit Internet und Popkultur aufgewachsen ist, und dabei mulit-kreativ, multi-taskingfähig und multi-kulturell zugleich waren – wir wollten das betonen und ins rechte Licht rücken.

Was denkst Du, wo Ihr in zehn Jahren sein werdet?

MS: Das ist eine gute Frage. Ich hoffe, wir machen genau das, was wir jetzt schon machen, nur in einer anderen Größenordnung. Ich finde, was wir machen, macht echt Spaß. Neue Grenzen zu überwinden, mit Künstlern, die wir mögen, zusammenzuarbeiten, Stores (auf-) zu bauen… Den Laden hier in Stockholm zu eröffnen hat so einen Spaß gemacht. Ich würde so etwas in der Art ziemlich gern öfter machen.

Ein liebes Dankeschön an Eytys für die tolle Zusammenarbeit.

 

FOTOS & VIDEO: JULIA ZIERER
REPORTERIN/ PRODUKTIONSMANAGER: VERONIKA HEILBRUNNER
PRODUKTIONSMANAGER: JULIA KNOLLE
PRODUKTIONSASSISTENZ: CATARINA MARQUES TELES
MUSIk / VIDEO: LUCY BY PLASTIC FLOWERS

 

ÜBERSETZUNG: NELLA BELJAN

Geboren und aufgewachsen in München begann Veronikas modische Laufbahn mit Modeljobs, bald wechselte sie auf die andere Seite der Kamera und wurde von der Modeassistentin zur Redakteurin, dann wieder ein Richtungswechsel ins Online-Luxury-Retailing, um bis vor Kurzem zurück beim Burda Verlag als Style Editor der deutschen Harpers Bazaar zu arbeiten. Im Moment lebt sie in Berlin, startete Anfang 2015 eine eigene Firma zusammen mit Julia Knolle, ihres Zeichens Ex-Editor-at-Large von Vogue Digital. Ach ja, ihre Leidenschaft sind Möpse.