Editor’s Pick: Gesichtöl von Vintner’s Daughter

Wer sehnt sich nicht nach DEM EINEN perfekten Produkt? Eine Creme, Mascara oder Haarkur, die jeden Gedanken an Alternativen unnötig macht.

Weil sie für genau das gewünschte Hautgefühl, die vollsten Wimpern und die glänzendsten Haare sorgen. Ehrlich gesagt, sind mir solche Fälle von Produktliebe bisher eher selten untergekommen. Und Neues zu entdecken und immer wieder mal zu wechseln, macht auch Freude.

Vor einigen Wochen aber hielt ich dieses kleine Fläschchen mit der hübschen Aufschrift Vintner’s Daughter – Active Botanical Serum in den Händen. Rein optisch war es ohnehin Liebe auf den ersten Blick. Aber bloß nicht voreilig vom Äußeren auf das Innere schließen.

Das Innere ist in diesem Fall ein Gesichtsöl. Nicht irgendeines, sondern DAS Öl der Öle.

Als es Einzug in mein Badezimmer hielt, hatte ich gerade mehrere davon in Gebrauch (ein oben genanntes Produkt Match blieb in der Kategorie Gesichtsöl bisher nämlich leider aus) und stellte das Vintner’s Daughter Fläschchen erst einmal in den Badezimmerschrank. Abend für Abend beäugte ich es vorsichtig.

Dann, eines Morgens, nach einem Blick in den Spiegel – aus dem mich ein müdes Ich mit fahler und von Kälte beanspruchter Haut anschaute  –  probierte ich es schließlich aus.

Ich massierte mir ein paar Tropfen des kostbaren Öls in langsamen, kreisenden und klopfenden Bewegungen auf mein Gesicht, den Hals und das Dekolleté und spürte, dass dies der Beginn einer langen innigen Freundschaft sein könnte.

Der Duft? Eine Mischung aus Kräutergarten und Apothekerschrank, die beruhigend auf mich wirkt und natürlich und gleichzeitig irgendwie „sauber“ riecht. Nicht zu süß, nicht zu herb, angenehm dezent.

Das Gefühl? Geschmeidig, seidig und frisch. Sobald meine Haut mit dem öligen Elixier in Berührung kommt, wird sie leicht warm und gerötet, was mir das Gefühl von sofortiger Wirkung vermittelt. Meine Haut saugt das Öl auf wie ein Schwamm das Wasser. Wenn ich es abends auftrage, habe ich am nächsten Morgen immer noch das Gefühl von satter und gepflegter Haut.

Dafür sorgen die 22, von Markengründerin April Gargiulo sorgfältig ausgewählten Inhaltsstoffe, die in dem erlesenen Produkt enthalten sind. Von Haselnussöl, das die Elastizität der Haut steigern soll, über Lavendel, der entzündungshemmend wirkt, bis hin zu pflegendem Avocadoöl ist alles drin, was das Herz, oder besser gesagt: die Haut, begehrt. Ob die Anwendung des Öls nun wirklich die Faltenbildung mindert, weiß ich nicht. Wahrscheinlich könnte es sogar eine Lachfalte mehr hervorbringen, weil ich mich so über meine strahlendere und straffere Haut freue, die ich seit der Entdeckung von Vintner’s Daughter habe.

Fakt ist, das Gesichtsöl und ich, wir passen gut zusammen. Der stolze Preis mag erst einmal abschrecken, aber schon eine winzige Menge des Öls ist sehr ergiebig. Ich dosiere es sorgfältig und freue mich morgens, abends und auch zwischendurch, sobald ich es sehe. Ich möchte es überall mit hinnehmen, allen zeigen, aber mit niemandem teilen. Wenn das nicht die Beschreibung der perfekten (Produkt-)Beziehung ist.

Vintner’s Daughter

Gesichtöl, € 200 via Niche Beauty

Julia Alfert

2010 zog die gebürtige Hamburgerin Julia Alfert von Paris nach Berlin. Ein Kunstgeschichtsstudium und viele Jobs später führte ihr Weg sie zu Harper’s Bazaar, wo sie bis Mitte 2015 als Mode- und Beautyassistentin arbeitete. Ihre Lust am Schreiben ist eine neue Entdeckung; der Faible für Beautyprodukte aller Art nicht. Wenn Julia nicht gerade cremt, ölt und sprüht, schreibt und stylt sie für verschiedene Magazine und Websites.