Lesetipp: On Dressing James Bond

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Man kann Bond-Filme mögen oder nicht, spätestens während der jeweiligen Kinopremiere kommt man aber medientechisch kaum an ihnen vorbei. „Mehr Action, weniger Psychologie“ als der letzte, beschreibt die Produzentin Barbara Broccoli, was wir nun bei James Bond 007 – Spectre zu erwarten haben, der ab dem 5. November in die deutschen Kinos kommt (via Zeit). Auch wenn mein persönliches Interesse an über Hausdächer springende Agenten und von Christoph Waltz gespielten Bösewichten vielleicht gering sein mag: Faszinierend ist die Maschinerie hinter einer solch gigantischen Filmproduktion schon (Schätzung des Gesamtbudgets: 350 Mio Euro – Hallöchen!). Die Financial Times liefert mit „The business of clothing James Bond“ eine scharfsinnige Analyse über die Garderobe der Protagonisten – genauer, ihren Kostenpunkt. Tom Ford fertigt die Anzüge, ob das im Nachhinein (beim stolzen Preis von 3.380 Pfund) zahlreiche Neukunden generiert? Wahrscheinlich nicht. Trotzdem ist es spannend zu lesen, was dieser Mythos auf der Leinwand für Kreise in den Köpfen der Konsumenten zieht und was die einzelnen (überwiegend britischen) Marken anstellen, um Teil der Euphorie zu sein.